Der Artikel von Beat Döbeli in dem er über die «strukturelle Nichtbeachtung» des eLearnings an der PH FHNW schreibt ist für mich zwar bedauerlich, kommt aber irgendwie nicht unvorbereitet.
Während meiner Ausbildung an der PH FHNW hatte ich (von Seiten der PH) eher wenig Kontakt mit digitalen Medien.
Diese strukturelle Nichtbeachtung von eLearning-Fragen ist bemerkenswert. Ist eLearning bereits so alltäglich, dass es keiner speziellen Unterstützung mehr bedarf (Schliesslich kümmert sich auch keine Fachstelle um den wandtafelgestützten Unterricht)? Ich glaube nicht. Die Pädagogische Hochschule der FHNW befindet sich derzeit aber in einem derartig grossen Umstrukturierungsprozess, dass eLearning auf der Prioritätenliste der PH FHNW so weit nach hinten gerutscht ist, dass das Thema hinter dem organisationalen Wahrnehmungshorizont verschwunden ist.
Dies ist umso bedauerlicher, als ein Teil des Umstrukturierungsprozesses an der PH FHNW aus der kompletten Neudefinition aller Studiengänge ab Studienjahr 2009 besteht. Hier bestünde die seltene Chance, Lehren und Lernen mit digitalen Medien bereits bei der Planung in allen Studiengängen zu verankern und so konsistente und effiziente Lösungen zu erarbeiten. Dies findet aber auf der Ebene der Hochschule bisher nicht statt, obwohl die PH FHNW Studiengänge mit einem hohen Selbststudienanteil vorsieht (was meiner Ansicht nach die Integration von digitalen Medien heutzutage unabdingbar macht). Es ist den einzelnen Studiengängen überlassen, inwiefern sie digitale Medien in ihre Überlegungen einbezieht. Zumindest bisher ist von solchen Überlegungen nicht viel zu sehen.
Und wieder einmal verpasst jemand eine Chance …