
L.A. (Lern Aufgabe) hat mit mir ein Interview zum Thema «Motivation» geführt:
L.A.: Was motiviert dich zu lernen?
Ich: Hmmm… schwierige Frage … ich denke in erster Linie ist es im Moment das Interesse an der Sache … ich bin eigentlich ein recht interessierter Mensch.
L.A.: Was erleichtert dir das Lernen?
Ich: Für mich das Wichtigste ist Spass am ganzen zu haben und einen Bezug zu meinem Leben (beruflich oder privat) und meinen Tätigkeiten zu sehen.
L.A.: Was machst du, um dich zu motivieren, wenn du mal nicht intrinsisch motiviert bist?
Ich: Ich belohne mich … mit Schokolade oder Pommes-Chips (kurzfristig), dann nehme ich mir vor, wenn du das und das bearbeitet hast, dann kriegst du wieder ein bisschen. Oder ich gönne mir was (z.B. ein Buch, ein bisschen Musik) dies aber meistens eher so als “Belohnung” für ein erreichtes Ziel.
L.A.: Gibt es auch Situationen, wo du von deiner Aussenwelt angespornt wirst?
Ich: Klar, Perspektiven im Beruf, wie Jobsicherheit, höheres Gehalt, mehr Möglichkeiten oder ab und zu auch die Erwartungen von Mitmenschen motivieren mich zusätzlich … doch wenn ich bei irgend etwas nur von aussen motiviert werde kommt’s meistens nicht so gut. Für mich das allerwichtigste ist, dass ich sehe was ich tue und warum ich das mache, erkenne ich das nicht, nützte bis jetzt jeglicher Druck von aussen nichts – so war es zum Beispiel schon sehr schnell um meine Französisch-Sprecher-Karriere geschehen.
L.A.: Wie ist es bei deinem aktuellen Studium, ich stelle mir vor, dass es recht schwierig ist, sich immer zu motivieren selbständig und ohne unmittelbare Kontrolle zu lernen?
Ich: Da stehe ich ja erst noch am Anfang – bis jetzt gab es noch keine grösseren Motivationsschwierigkeiten. Im Moment freue ich mich riesig, meine beiden bisherigen Ausbildungen ( Multimediaproduzent und Lehrer) die meine Interessen recht gut wiederspiegeln, miteinander zu verknüpfen. Ich habe aber schon die Angst das Gefühl, dass ich irgendwann in diesen 2,5 Jahren an einen Punkt komme, wo ich mich etwas mehr belohnen und extrinsisch motivieren (lassen) muss.
L.A: Vielen Dank für das Gespräch …
Eine Nebenbemerkung zum Thema «Lernen»:
Heute konnte ich beobachten, wie unsere Katzen von meiner Freundin “erzogen” wurden … da funktionierts vorwiegend nach dem behavioristischen Lernverständnis. Die Katze tut was und erhält eine Belohnung, d.h. sie wird positiv verstärkt. Die Katze tut was “böses” und erfährt eine Konsequenz, welche sie beim nächsten Mal umgehen will und sich so (hoffentlich) dementsprechend benimmt. Geschieht nichts (im positiven wie auch im negativen Sinn), “vergisst” die Katze recht schnell wieder und die Verhaltensänderung wird gelöscht. Zum Thema behavioristisches Lernen hat eine Studienkollegin umfassende Experimente mit Kindern und Hunden durchgeführt, über welche sie erst kürzlich berichtete.
Hallo Urs
Das glaube ich gerne ;-) … der 29. ist ja schon bald, viel Glück!
Eine schöne Variante, dieses Interview!
Ich denke, dass das Auffrischen der eigenen Motivation innerhalb des Studiums immer wieder gelingen kann – auch in Zusammen”arbeit” mit der eigenen Lerngruppe in den Online und Präsenzmeetings.
Viele Grüße, Julia Kulig
Lieber Marc
Spätestens vor der ersten Prüfung wird das Lernen sehr stark extrinsisch motiviert… Drück uns die Daumen am 29. Mai!
Gruss, Urs