
Schon zum zweiten Mal habe ich nun meine als PDF vorliegenden Studienbriefe ausgedruckt und lese mich analog durch den Papierstapel. Irgendwie kommt es mir komisch vor – nicht nur wegen den (Regen-)Wäldern, welche dafür abgeholzt werden, auch sonst … ich bezeichne mich als Digital Native, befasse mich mit neuen Medien und studiere nun auch noch (mehrheitlich) via Computer … und Studienbriefe lese ich gedruckt auf Papier.
Andererseits habe ich sie so immer dabei, ich muss nicht einen eBook-Reader ein iPhone oder einen Tablet-PC (mit geladenem Akku) dabei haben, ich kann mit Bleistift, Kugelschreiber, Leuchtstiften reinschreiben und anstreichen, egal wo ich bin. Aber auch die digitale Variante hat ihre Vorzüge: reinschreiben und markieren könnte ich trotzdem (können das eBook-Reader?), dabei haben liegt an mir, dafür hätte ich die Vorteile, dass ich die bearbeiteten Dokumente durchsuchen kann, dass ich Ausschnitte per Copy&Paste weiterverwenden kann, dass ich Links direkt anklicken kann und schlussendlich könnte ich die Dokumente digital ablegen, mit Tags versehen und könnte sie auch später durchsuchen. Vor der analogen Variante graut mir irgendwie … stapelweise Papier, welches in Ordnern abgelegt ist, vor sich hin staubt und nur schlecht «wiederverwendet» werden kann.
Irgendwie habe ich meinen digitalen Studien-Workflow noch nicht so ganz gefunden und es stellen sich mir verschiedenste Fragen:
- Kann ich in PDFs auf einem eBook-Reader reinschreiben und anstreichen?
- Können diese Markierungen und Anmerkungen auch wieder an einem Computer angeschaut und weiterbearbeitet werden?
- Gibt es diese Möglichkeiten auch auf einem iPhone?
- Lässt das kleine iPhone-Display überhaupt ein vernünftiges Arbeiten zu?
- Gibt es ein gutes Programm, welches die von mir geschilderten Dinge auf einem Tablet-PC erledigt?
- Gibt es dieses Programm evt. auch in einer Mac-, Linux- oder sogar als Onlineversion?
Hei Marc,
also an sich kenne ich das Grauen vor Stapeln allzu gut. Dennoch bin ich ein sehr schlechter Bildschirmleser…lasse mich einfach von den anderen Möglichkeiten die mir der Rechner so bietet zu sehr ablenken. Aber ich denke die Studienbriefe nicht Schuld an meinen Papierstapeln sind…vielmehr ich die ich nämlich früher einen Satz Vorlesungsfolien einfach nochmal ausgedruckt habe wenn ich ihn verlegt habe oder in Kaffee ertränkt (glaub dein Iphone wäre böse über so eine Dusche) Damit waren die Notizen wieder weg…also habe ich mir für dieses Mal zur Devise gemacht: NUR Einmal ausdrucken und dann auch abheften…so dass ich zur Klausurzeit den Staub vom Ordner pusten kann und tatsächlich alles darin vorfinde und nicht erste ein Druckorgie starten muss. Aber ich denke das hängt wirklich stark von Lesegewohnheiten ab…. hatte das Vergnügen den Ipod Touch von meinem kleinen Bruder für einen kleine Webrecherche zu nutzen und das kleien Display hat mich schon wieder wahnsinning gemacht….
Grüssle Eva
Hallo Marc,
ja, das papierlose Büro, von dem schon seit dem vergangenen Jahrtausend die Rede ist, ist immer noch Utopie. Im Gegenteil der Bedarf an Büropapier steigt von Jahr zu Jahr (2006 zu 2007 5%).
Ich drucke auch unsere Studienbriefe aus und lese das kürzere Zusatzmaterial direkt am Bildschirm. Vorteil ist, dass ich die Papierform auch schon mal im Grünen lesen kann :-) – hier haben Bildschirme bisher immer versagt. e-Book ist vielleicht eine Alternative, aber ob in der Ökobilanz da wirklich etwas ‘rumkommt? Man denke an die kurze techn. Lebensdauer, den gesamten Elektronik-schrott, Akkus und Strom…Vielleicht sollten wir alle bei der Wahl des Papiers sorgfältiger sein und sauerstoffgebleichtes aus nachhaltiger Forstwirtschaft (leider teurer) oder recycltes Papier nehmen.
Gruss, Andrea.
Moin Marc,
ich habe mir Adobe Acrobat angeschafft (gibt es auch als Studi-Version). Damit kann ich die PDFs zur Bearbeitung öffnen und Kommentare / Notizen über den kostenlosen Reader hinein schreiben. Eine nette Möglichkeit zur Bearbeitung und Online-Verfügbarkeit von PDFs bietet auch acrobat.com an.
Ich hoffe, es gibt auch eine Freeware-Variante, welche diese Kommentiermöglichkeit von PDFs über den Reader ermöglicht.
Gruß aus dem Zerti-Lager
OCamper – Andreas
Hallo Marc,
damit nicht nur die Damen dein Blog kommentieren, hier auch meine Vorgehensweise:
Ausdruck! Warum? Anmarkern ist leicht und ich kann den Studienbrief überall lesen, ohne einen Rechner hochzufahren. Mein ökologisches Gewissen beruhige ich mit dem Fakt, dass ich meine Gesundheit schone. Wenn ich nämlich am Rechner lese, sind meine Augen durchgehend auf eine Entfernung fixiert, ich vergesse zusätzlich noch die nötigen Bildschirmpausen. Mit einer Papierversion bewege ich meine Augen viel häufiger auf verschiedenen Distanzen. Papiervorlagen sind für mich viel umgänglicher bzgl. dynamischem Sitzen. Und Ergonomie ist für meine alten Knochen und Augen inzwischen durchaus ein wichtiges Thema.
Gruß Andy
Hallo Marc,
ich kann Deine Hin- und Hergerissenheit gut verstehen. Da ich noch keine Erfahrung mit dem E-Reader habe, kann ich nur aus meiner am Bildschirmleserfahrung schildern.
Mein Eindruck ist nach wie vor der, dass ein Bildschirm kein Ersatz für einen Ausdruck ist. Aber die Idee, die Andreas hatte ist nicht schlecht. Wenn derjenige, der das pdf erstellt (Frau Kulig?) mit Adobe Prof. arbeitet und dann ein Häkchen bei “Kommentare zulassen” macht, dann kann jeder – auch mit dem simplen Acrobat Reader – Notizen und ähnliches einfügen. Wäre vielleicht eine Option.
Und was die Reader angeht: ich würde warten, bis es die auch in Farbe gibt. Das wird zwar vermutlich noch was dauern, aber dann sind die Teile meiner Meinung nach erst richtig alltagstauglich.
Liebe Grüße
Christina
Hi zusammen
Euer Feedback freut mich sehr … und irgendwie merke ich gerade dass die Zeit wohl noch nicht reif ist für eBook-Reader …
Das mit Acrobat und Acrobat Reader hab ich schon mal gehört … und das wäre sicher eine Übergangslösung … aber eben eigentlich lese ich wie viele andere auch nicht gerne längere Texte am Bildschirm … und irgendwie sind mir Webapplikationen einfach sympatischer ;-) weiss da jemand was ?