
Vor einigen Wochen hat Tick’n'Talk gestartet. Nun ist es Zeit ein Fazit zu ziehen. Auch andere Kollegen haben Tick’n'Talk getestet und sehen durchaus medienpädagogische Anwendungsmöglichkeiten dahinter. So beschreibt z.B. René Scheppler im D21-Projektblog wie mann das Tool im Unterricht einsetzen könnte, um gemeinsam mit den Lernenden das Suchen, Bewerten und Selektieren von Informationen zu üben.
Ich selber war zu Beginn begeistert, musste aber feststellen, dass noch gewisse Kinderkrankheiten da sind. Im folgenden eine Liste der Gründe, warum Tick’nTalk bei mir den Durchbruch noch nicht ganz geschafft hat.
- Mein Standardbrowser ist Safari und da gibt es (noch?) kein Tick’n'Talk-Plugin oder ein Bookmarklet
- Bei Links, welche noch nicht in der Datenbank sind braucht es mehr als einen Klick und das ist mir oft zu mühsam.
- Ich kann meine getickten oder getalkten Links nicht als RSS-Feed ausgeben lassen
- Ich habe von einigen meiner Twitter-Followern die Frage gestellt bekommen, ob ich sie eigentlich vollspammen wolle
- Soziale Bookmarkingdienste wie del.icio.us (oder der Konkurrent Fytch) integrieren sich einfach besser in mein PLE / PWE (Personal Working Environment) – Stichworte RSS und usability
- Ich probiere im Moment möglichst viel in die «Wolke» auszulagern, da ist die Installation eines Firefox-Addons eher ein Rückschritt
- Das Addon funktioniert in Firefox 3.x unter Ubuntu nicht immer zuverlässig und ich verbringe recht viel Zeit an meinem Arbeits-Ubuntu-Rechner.
Im Weiteren musste ich feststellen, dass die Qualität der getickten Links oftmals zu wünschen übrig lässt und die Kategorisierungsmöglichkeiten nach Infos, Bilder, Video, Musik, Games für meinen Anwendungsfall deutlich zu eingeschränkt ist.
Trotzdem finde ich den Service nützlich, da auf jeder beliebigen Webseite Kommentare und unzensierte Meinungen hinterlassen werden können. Wird dies von den nutzenden auch sinnvoll genutzt, kann so durchaus ein Mehrwert durch den «usergenerated Content» entstehen. Zugegeben auch ich habe in meiner Testphase einige lesens- oder sehenswerte Links entdeckt und ich könnte mir vorstellen, dass die Vielfalt noch steigt, wenn weitere Nutzer mit unterschiedlicheren Interessen und ohne Zwang zu ticken dazukommen.






