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Climate Mistery – der Weg nach Kopenhagen

climatemystery

Anlässlich meiner letzten Einzelaufgabe in diesem Takt sollte ich Erfahrungen mit einem Serious Game sammeln und dokumentieren. Dazu habe ich mir “The Climate Mystery” eine online Reality-Learning-Umgebung, welche von Microsoft und Congin anlässlich des COP15-Klimagipfels in Kopenhagen vor ca. 2 Monaten lanciert wurde, angesehen.

Die Geschichte

Die Geschichte von vier Jugendlichen mit den Namen Adam, Liza, Cathryn und Josh dient als treibende Kraft hinter «The Climate Mystery». In jeder Episode erleben diese vier Hauptfiguren dramatische Ereignisse, die mit der Thematik des Klimawandels zusammenhängen. Es stellt sich heraus, dass sie äusserst sensibel auf CO2 reagieren – das heisst, sie werden jedesmal krank, wenn sie Quellen der CO2-Belastung zu nahe kommen.

Jede Woche wird eine neue Episode herausgegeben, die eine neue Geschichte, neue Aufgaben, Spiele und weitere Angebote bietet. Die Aufgaben werden von einer geheimnisvollen Organisation mit dem Namen «The Council» vergeben.

Die Zielgruppe

«The Climate Mystery» richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren und verfolgt folgenden Zweck:

Lernziel des Spiels

  • Schaffung eines pädagogischen Rahmens, in dem die Schüler mit der wissenschaftlichen Terminologie, den Prozessen und Sachverhalten im Zusammenhang mit dem Klimawandel vertraut werden.
  • Beitrag zur Entwicklung der wissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler im Bereich des Klimas.
  • Den Schülern soll Gelegenheit gegeben werden, Fragen der Klimadebatte durch Diskussion und Nachdenken zu behandeln.
  • Schüler sollen in die Lage versetzt werden, den Zusammenhang zwischen Fragen des Klimawandels und ihrem Alltagsleben sowie dem geographischen Standort zu untersuchen.
  • «The Climate Mystery» soll Schülern dabei helfen, ein Wissen zu erwerben, das sie in die Lage versetzt, ihre Verhaltensweisen zu ändern und Verantwortung für das Klima zu übernehmen.
  • Die Klimadebatte kann leicht in eine Weltuntergangsstimmung ausarten; es ist deshalb wichtig, dass die Schüler auch Gelegenheiten und Hoffnung finden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Verhaltensweisen zu ändern und Verantwortung zu übernehmen.

“The Climate Mystery” – ein serious game oder mehr?

Im Artikel «Didaktische Konzeption von Serious Games: Zur Verknüpfung von Spiel- und Lernangeboten» diskutieren Michael Kerres, Mark Bormann und Marcel Vervenne die didaktischen Konzepte digitaler Spiele. Ein serious game verknüpft nach Meinung der Autoren Spielen, Lernen und Lehren.

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The Climate Mystery bietet zwar auch kleinere (Lern-)Spiele, in welchen man Punkte und sogar Pokale sammeln und so seien Reputation steigern kann, es bietet aber noch mehr.
Mit Hilfe von sozialen Medien und anderen digitalen Inhalten sollen Schüler rund um die Welt zusammen an Lösungen für die in jeder Episode von «The Climate Mystery» gestellten Aufgaben erarbeiten. Dazu gibt es ein Forum und alle paar Wochen eine (Video-)Botschaft mit Hinweisen um die «Mission» der Episode zu erfüllen.

Die Lerninhalte werden geschickt in die Aufgaben verpackt. Einerseits muss im Internet recherchiert werden, andererseits müssen in den Lernspielen kleine Umweltsimulationen erfolgreich bedient werden,  die Aufgaben zu lösen und Punkte zu erhalten. Die Jugendlichen müssen sich also mit dem Thema Klimaschutz und Erderwärmung recht intensiv auseinander setzen. Dies kann einerseits in Eigenregie passieren, andererseits werden recht ausführliche Dokumentationen und Unterrichtsmaterialien für Lehrpersonen angeboten, um im Präsenzunterricht das nötige Wissen zu vermitteln. Um die Episodenaufgabe lösen zu können bedarf es einer Internetrecherche und Kombination von bestehendem und dem neuen Wissen – von daher ist es fast unmöglich via “Try & Error” die Richtige Antwort zu finden und mit Punkten belohnt zu werden.

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