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Ich war sehr fleissig in letzter Zeit … der geneigte Leser hat das sicher schon bemerkt, da ich die Wochen lange Durststrecke meines Blogs beendet und mir fest vorgenommen habe, es nie mehr so weit kommen zu lassen.

Andererseits habe ich endlich mit 9 Monaten Abstand den Mut und die Zeit gefunden, meine Masterarbeit bei epubli.de zu publizieren. Ich habe lange hin und her überlegt welches wohl die richtige Form sei und habe mich nun für diese Variante entschieden. Ich hoffe, dass ich in naher Zukunft auch noch eine elektronische Version nachliefern kann, welche ich dann über unterschiedliche Kanäle anbieten möchte.

Update 1: Ist nun auch via Amazon bestellbar.
Update 2: Und jetzt auch auf books.google.com
Update 3:  Und jetzt auch als PDF bei epubli frei verfügbar.
Update 4: Und jetzt auch im Biblionetz
Update 5: … EPUB folgt …

 

 

eBook das LMS der Zukunft?

26. Februar 2012 — 2 Comments

Via den Blogbeitrag von Niall Sclater ist in mir die Frage erneut aufgeflammt, ob enhanced eBooks künftig in die Rolle einer Lernplattform schlüpfen könnten, wie ich das bereits am Ende meiner Masterarbeit festgehalten habe.

Sclater sieht in der Art der Aufbereitung der Inhalte gewisse Vorteile von eBooks (auf Tablets) gegenüber Webseiten. Ist es tatsächlich nur eine Frage der Darstellung und könnte man genau so gut eine Webseite lesen … oder … sind eBooks zugänglicher als herkömmliche Lernplattformen mit ihren Logins und unterschiedlichen Bereichen und Berechtigungen? Ausserdem sollen die Lerner durch die Darstellungsform eines eBooks weniger vom Lernen abgelenkt werden – es kann einem «Lost in Hyperspace»-Syndrom vorgebeugt werden – und sie beschäftigen sich intensiver mit dem Lerngegenstand. Durch die Aufteilung in Seiten, Kapitel und Abschnitte erhalten die Lernenden einen umfassenderen Überblick über Gelerntes / noch zu Lernendes in ihrer Lernumgebung.

Im weiteren soll der Besitz eines eBooks Lerner mehr motivieren, sich mit dessen Inhalten als mit jenen einer Webseite (LMS) auseinander zu setzen. Zudem sind elektronische Bücher und somit alle persönlichen Lernaktivitäten im Besitzt des Lernenden, wogegen ein Bereich in einem LMS nie in den Besitzt des Lernenden übergehen kann.

Apple Education Event

12. Januar 2012 — Leave a comment

 

Normalerweise überlasse ich ja das Kommentieren von Einladungen zu Apple-Events den Apple-News-Blogs, doch zu dieser und den damit einhergehenden Gerüchten muss ich fast bloggen.

So explizit hat Apple meines Wissens noch nie einen Event im Voraus als “educational” betitelt, das lässt hoffen. Gerüchten zufolge gab Steve Jobs zu Lebzeiten Hinweise darauf, dass er die Fotografie, das Fernsehen und Bildungsmedien (es war die Rede von schoolbooks) revolutionieren wolle.

  • Gibt es eine Kategorie Schulbücher im iBooks-Store unter welcher Verlage ihre digitalen Schulbücher vertreiben können?
  • Gibt es ein Authoring-Tool, um digitale iBücher zu erstellen? Und ja, die Tatsache dass Pages EPUB generieren kann ist mir bekannt, aber nein, das reicht mir nicht.
  •  Wird iTunesU aufgebohrt? PDFs lassen sich darüber ja bereits verteilen, vielleicht künftig auch richtige enhanced eBooks.
  • Gibt es ein komplett neues Format, eine neue Applikation oder beides?
  • Gibt es günstige EDU-Hardware analog zum eMac damals?

Kurzum einzelne von diesen Gerüchten würden mich wohl kaum vom Sockel reissen, eine Kombination davon schon eher, sollte es jedermann und nicht nur Verlage befähigen, digitale Schulbücher (oder wie man die auch nennen will) zu erstellen und abzuändern – eventuell könnten sogar bestehende Bücher bearbeitet werden …

(Bild: LerNetz-Magazin 2010/2011 )

Über einen eBook-Reader verfüge ich keinen und auch im Besitze eines iPads bin ich (noch) nicht. Und trotzdem mach(t)e ich mich in letzter Zeit einige Gedanken darüber, wie sich das Buch durch technologische Entwicklungen künftig verändern könnte.

Immer wieder ertappe ich mich, wie ich Entwürfe, Artikel etc. ausdrucke, um diese noch einmal durchzulesen und gewisse Korrekturarbeiten zu erledigen. Genau so oft ertappe ich mich aber auch, wie ich ein (Fach-)Buch lese und verzweifelt ctrl-F suche um mir einen Überblick zu verschaffen, wo überall im Werk ein gesuchter Begriff auftaucht.

Sowohl herkömmliche Bücher auf totem Holz, als auch deren elektronische Derivate scheinen also gewisse Vorteile zu bieten.

Meiner Meinung nach sollte aber der Vorteil digitaler Bücher nicht lediglich darin liegen, dass diese durchsuchbar sind (vgl. PaperC, Google Books) sondern sämtliche multimedialen Möglichkeiten sollten ausgeschöpft werden.

  • Annotationen (vgl. Blog-Post von Jürg Fraefel)
  • Markierungen
  • Simulationen
  • Videos/Animationen
  • Sozialer Austausch mit Lernenden, Lehrenden und Experten
  • Links zu Quellen
  • Interaktive Navigationshilfen
  • Interaktive Wissenssicherung (Multiplechoice-Tests)

Die Sendung «Reflexe» von SRF und Gespräche in letzter Zeit haben mich dazu angeregt, mich etwas vertieft mit der Thematik auseinander zu setzen und etwas zu recherchieren. Nebst herkömmlichen eBooks gibt es recht innovative Formate für unterschiedliche Zwecke:

Libroid – Konzept eines digitalen Sachbuchs

LernBuch – Digitales Lehrmittel

Inkling – digitales Lehrbuch

Mediabird – Mischung aus CSCL, Karteikasten und Leuchtstift zur (gemeinsamen) Bearbeitung von PDFs

EIne kurze Recherche zeigt: Die (Schulbuch-)Verlage scheinen im Moment nicht so innovativ und zeigen nur beschränkt Phantasie in dieser Richtung – was meinen Eindruck aus einem der Workshops der «1:1 Computing»-Tagung der PHZ wiedergibt.

Auf den ersten Blick scheinen solche technischen Zusatzfunktionen vor allem bei Sachbüchern nützlich, wenn ich aber an die «Herr der Ringe» – Trilogie oder «Sturz der Titanen»von Ken Follett denke, so könnte es durchaus auch in Romanen reizvoll sein, z.B. eine Personenliste, eine Übersichtskarte oder ein Glossar ständig in Reichweite zu haben.

Den Mehrwert von digitalen Büchern gegenüber den gedruckten Varianten sehe ich darin, dass gemeinsam an Lehrtexten gearbeitet werden kann (Lernende, Lehrende und Experten), dass Informationen besser Vernetzt werden können (Links, Suche etc.) und dass von den multimedialen Möglichkeiten gebrauch gemacht werden kann. Dazu kommen – aus Verleger-Sicht – die Tatsache, dass Druck- und Distributionskosten minimiert werden und die Werke schnell und einfach aktualisiert werden können.

iPad – und jetzt?

3. Februar 2010 — Leave a comment

Photoshop

Eigentlich wurde der neuste Wurf Steve Jobs’ und seiner Mitarbeiter bereits an verschiedensten Stellen ausführlich besprochen. Da ich aber in letzter Zeit des öfteren darauf angesprochen wurde «Und, hast du schon ein iPad reserviert?» oder «Du als Apple-Jünger wirst dir so ein Teil sicher kaufen…» muss ich halt doch noch Stellung beziehen.

Mit den aktuellen Infos und ohne das Gerät einmal in den Händen gehalten zu haben muss ich deutlich NEIN sagen. Auch wenn andere Blogger-Kollegen das ganz anders sehen.

Es scheint mir dass ich ein solches Produkt nicht will. Für alles unterwegs hab ich ein kleines Gerät, mit welchem ich eMails und kurze Texte schreiben Termine verwalten, fotografieren, telefonieren, surfen, twittern und News lesen und all diese locationbased Services nutzen kann. Wenn ich nun meine Fotos bearbeiten, längere Texte schreiben oder sonst was machen will, will ich das an einem grossen Bildschirm mit etwas Power dahinter machen und dafür hab ich das entsprechende Gerät gefunden

Dazwischen gibt es in der Tat Anwendungsbereiche, welche (durch digitale Medien) noch nicht abgedeckt sind und welche ich gerne irgendwie digital «bearbeiten» möchte – z.B. Texte lesen und reinschreiben oder allgemein handschriftliche Notizen verfassen. Doch gerade dafür scheint mir dieses iPad nicht wirklich geeignet. Klar, hätte ich gerne eine Batterielaufzeit von 10 Stunden für mein iPhone  (wobei ich diese Angaben  eher mit Vorsicht geniesse) aber wenn ich ein Buch lese will ich dieses Gerät nicht jeden Abend an die Steckdose / den Mac hängen … und auf einem leuchtenden Display will ich – so vermute ich – nicht lange Texte lesen. Die handschriftliche Eingabe wäre wahrscheinlich auch Steve Jobs Stylus-Phobie zum Trotz irgendwie möglich.

Ich weiss nicht, wie ich auf dieser «virtuellen Tastatur» länger als 140 Zeichen schreiben soll ohne den Krampf zu kriegen und diese Aufstecktastatur – ich weiss nicht so recht.
Als Gerät für unterwegs – und so würde ich es gerne nutzen – scheint mir das Gerät wenig praktikabel, eher so für auf dem Sofa zu surfen und Fotos zu zeigen.

Dafür kann man das Gerät auch als digitalen Bilderrahmen missbrauchen – toll!

Photoshop

Ich habe mich bereits vor einiger Zeit über  Papierstapel und PDFs am Bildschirm lesen beklagt und über die eBook Reader nachgedacht. Um nicht gleich einige 100 CHF investieren zu müssen, um das für mich geeignete Produkt zu finden habe ich bei diversen Firmen einmal nachgefragt, ob es denn nicht Leihgeräte gäbe, welche ich eine Zeit lang testen dürfte.  Die Firma Sony hat als erstes zugesagt und stellte mir noch im alten Jahr während 5 Wochen einen Sony PRS 600 zur Seite. Es handelt sich dabei um die Touch-Version des Vorgängers PRS 505. Ich hoffe dereinst auch noch andere Produkte (z.B. txtr oder eine Neuvorstellung der CES Las Vegas 2010) testen zu können.

Bedienung

Die Bedienung des Gerätes mit Stift (ist auch mit der Hand möglich, die Oberfläche mag das Fett der Finger aber nicht so) finde ich sehr angenehm, wie an anderen Stellen bereits gehört finde ich die Reaktionszeit zum Teil eher etwas lang, so dass ich zwischendurch gar nicht mehr sicher war, ob denn nun geblättert wird oder nicht. Genau dasselbe ist mir auch bei anderen EIngaben wie z.B. dem Markieren von Textstellen oder dem erstellen von Notizen oder Das Gerät liegt angenehm in der Hand und trotzdem schleppt man sich damit nicht zu tode.

Konnektivität

Die Kommunikation mit meinem Mac lief erstaunlich gut und auch das Update – als ich dann mal begriffen hatte wies funktioniert – ging flott über die Bühne. Die Software «Reader Library» ist dem Bedienkonzept von iTunes nachempfunden und erfüllt erstaunlich gut ihren Dienst (was man nicht von jeder eBook-Befüller-Software sagen kann).

Bildschirm

Das Lesen auf diesem e-Ink Disyplay empfand ich als erstaunlich entspannend. Dies wohl aus zwei Gründen: 1. verfügt es gegenüber dem iPhone über eine anständige Grösse, so dass ich mich nicht entscheiden muss ob ich mit zusammengekniffenen Augen Buchstabe um Buchstabe identifizieren muss oder ob ich einen etwas grösseren Abschnitt anzeigen lasse und 2. empfand ich den Kontrast und die Darstellung allgemein (für Text!) sehr angenehm. Wo wir auch gleich bei einem Kritikpunkt – weniger an diesem speziellen Gerät sondern eher an eBook Readern im allgemeinen – sind. Die Darstellung von Grafiken geschweige den Bildern empfand ich als schlecht.

Mein Urteil

Anmerkungen werden zwar in der Software angezeigt (was bei mir nur teilweise zu funktionieren schien), es gibt aber  (meines Wissens) keine Möglichkeit, eine PDF-Datei mit all den Anmerkungen zu exportieren um sie anderweitig zu verwenden. Dies bräuchte ich unbedingt, schliesslich könnte es ja sein, dass ich doch plötzlich wieder einen Ausdruck auf Papier brauche oder einfach meine Notizen mit jemand anderem teilen möchte. Grundsätzlich muss man dem Gerät aber zugute halten, dass es überhaupt die Option Notizen und Markierungen zu erstellen ermöglicht – bisher war das ja gar nicht so selbstverständlich. Für mich allerdings unverzichtbar, da ich auch Fachartikel und Studiematerialien darauf lesen möchte und mir dazu meine Notizen machen will.
Die Darstellung meiner PDFs hat mich nur halbwegs befriedigt – die Umbrüche wurden schlecht gemacht, was das Lesen teilweise recht erschwerte.
Grundsätzlich könnte ich mir aber vorstellen, einen Nachfolger dieses Teils mein eigen zu nennen …

Eigentlich wollte ich ja zuerst die ausführliche Review einiger eBook-Reader veröffentlichen. Da ich aber noch nicht alle Testgeräte in den Händen halten konnte wird die noch etwas hinausgeschoben.
Da aber schon länger Gerüchte rund um Apples Tablet im Umlauf sind, Microsoft ein Produkt veröffentlicht die Leute von OLPC schon länger über den XO 2 und XO 3 nachdenken und jetzt auf der CES in Las Vegas einige neue Produkte vorgestellt wurden muss ich das vorziehen – schliesslich will ich ja auch ein wenig aktuell bleiben.

Als erstes ist mir das Lenovo Ideapad U1 – eine Mischung aus Tablet PC und Netbook unter die Nase gelaufen. Es handelt sich dabei um ein Netbook, dessen Bildschirm vom Hauptgerät abgetrennt werden kann und  dann ein eigenes schlankes Linux-Betriebssystem startet. So kann das Gerät nun als Tablet mit Multitouch-Funktion verwendet werden. Angeblich werden die Daten der beiden Geräte nach dem Wiedervereinigen sofort abgeglichen.

Das eindrücklichste Gerät aus dieser wohl sehr unvollständigen Reihe stammt von enTourage und nennt sich eDGe. Auf den ersten (und auch den zweiten Blick) hat hier jemand das Gerät entwickelt, auf welches Lernende jeden Alters gewartet haben. Ein Gerät – von der Form her einem Buch ähnlich – welches ein E-Ink-Display und ein LCD-Touch-Display vereint. So hat der Nutzer die Möglichkeit, auf der einen Seite auf einem kontrastreichen, stromsparenden Display zu lesen und sich mit einem Stift Notizen zu machen, andererseits kann man mit der gegenüberliegenden Seite – einem LCD-Display – im Internet surfen, eMails versenden und farbige Grafiken anschauen. Auf dieses Gerät einen dritten Blick zu werfen oder es gar in den Händen zu halten würde mich sehr interessieren!

Im Blog von Stephen Downes bin ich ausserdem auf ein Video amerikanischer Buchverleger gestossen, in welchem diese eine interessante Vision der künftigen Nutzung von Lehrbüchern zeigen. Da würde alles zusammenpassen … ich bin gespannt, was Steve Jobs Ende Monat aus seinem Hut zieht … und welche dieser Geräte überleben und sich bis nach Europa durchschlagen …

Papierstapel

1. Juni 2009 — 6 Comments

papierstapel

Schon zum zweiten Mal habe ich nun meine als PDF vorliegenden Studienbriefe ausgedruckt und lese mich analog durch den Papierstapel. Irgendwie kommt es mir komisch vor – nicht nur wegen den (Regen-)Wäldern, welche dafür abgeholzt werden, auch sonst … ich bezeichne mich als Digital Native, befasse mich mit neuen Medien und studiere nun auch noch (mehrheitlich) via Computer … und Studienbriefe lese ich gedruckt auf Papier.
Andererseits habe ich sie so immer dabei, ich muss nicht einen eBook-Reader ein iPhone oder einen Tablet-PC (mit geladenem Akku) dabei haben, ich kann mit Bleistift, Kugelschreiber, Leuchtstiften reinschreiben und anstreichen, egal wo ich bin. Aber auch die digitale Variante hat ihre Vorzüge: reinschreiben und markieren könnte ich trotzdem (können das eBook-Reader?), dabei haben liegt an mir, dafür hätte ich die Vorteile, dass ich die bearbeiteten Dokumente durchsuchen kann, dass ich Ausschnitte per Copy&Paste weiterverwenden kann, dass ich Links direkt anklicken kann und schlussendlich könnte ich die Dokumente digital ablegen, mit Tags versehen und könnte sie auch später durchsuchen. Vor der analogen Variante graut mir irgendwie … stapelweise Papier, welches in Ordnern abgelegt ist, vor sich hin staubt und nur schlecht «wiederverwendet» werden kann.

Irgendwie habe ich meinen digitalen Studien-Workflow noch nicht so ganz gefunden und es stellen sich mir verschiedenste Fragen:

  • Kann ich in PDFs auf einem eBook-Reader reinschreiben und anstreichen?
  • Können diese Markierungen und Anmerkungen auch wieder an einem Computer angeschaut und weiterbearbeitet werden?
  • Gibt es diese Möglichkeiten auch auf einem iPhone?
  • Lässt das kleine iPhone-Display überhaupt ein vernünftiges Arbeiten zu?
  • Gibt es ein gutes Programm, welches die von mir geschilderten Dinge auf einem Tablet-PC erledigt?
  • Gibt es dieses Programm evt. auch in einer Mac-, Linux- oder sogar als Onlineversion?