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24’000 Wörter später

5. September 2011 — 3 Comments

Nach rund 6 Monaten des Lesens, Schreibens und Denkens und 24’000 Wörter später ist sie nun fertig. In der Hoffnung, dass man in Duisburg meine Arbeit zu schätzen weiss, habe ich eben meine Masterarbeit in dreifacher Ausführung zur Post gebracht.

 

Rückblickend muss ich sagen es war streng aber interessant und lehrreich – sowohl die letzten zweieinhalb Jahre als auch das letzte Semester. Ich habe viel gelernt … wirklich viel … und dies bis zum Schluss. So wüsste ich zum Beispiel was ich an meinem Fragebogen anders machen würde und hätte bereits Ideen, was man weiter untersuchen und herausfinden müsste – auch wenn sie nur in einem kleinen Rahmen untersucht bin ich über die Resultate meiner Untersuchung doch teilweise überrascht.

Was mich etwas erstaunt ist, dass solche Arbeiten heute noch gedruckt und gebunden werden, wo doch die Ausgangsmaterialien fast alle digital vorliegen – ja sogar bei den Büchern – wo es die Autoren erlaubten – habe ich auf books.google recherchiert, denn diese digitalisierten Bücher bieten wie andere digitale Texte den von mir immer wieder hervorgestrichenen Mehrwert – sie sind nach Stichworten durchsuchbar.

Dank Zotero sind die digitalen Ausgangsmaterialien aber nicht nur durchsuchbar sondern auch fast jederzeit verfügbar; nicht wie ein Buch, das ich liegen lassen kann, ausleihen und zurückbringen muss.

Zur Form der Arbeit habe ich mir die letzten Tage in den Schreibpausen einige Gedanken gemacht. Eigentlich ist diese Arbeit bei ihrem «Erscheinen» veraltet. Google+ das während der Befragung gelaunched wurde konnte ich noch irgendwie einbeziehen, andere interessante Paper ebenfalls, doch die Entwicklung und Forschungstätigkeit in diesem Bereich ist so rasant, dass bereits wieder interessante neue Publikationen anstehen.

Wäre es denn nicht denkbar, eine wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung eines Akademischen Titels in Form eines Blogs, eines Wikis oder eines ePortfolios zu verfassen – sie könnten so ständig aktuell gehalten werden? Oder gibt es solche Ansätze bereits?

Digital Natives, die nach 1980 geborenen, sollen, so Mark Prensky, durch das Aufwachsen im Zeitalter von Computer und Internet einen anderen Zugang zu diesen Technologien haben und dadurch auch anders lernen. Schulmeister hält dagegen und spricht der «Netzgeneration» jegliches Anderssein ab. Er fügt dabei an, dass technologische Fortschritte – oder eben neue Medien – in allen Teilen der Gesellschaft ihre Wirkungen hinterlassen und nicht lediglich bei den jüngeren Mitmenschen. Ebenfalls zitiert er Studien, welche darlegen, dass Film und Musik (passiv konsumieren) nachwievor einen substanziellen Teil des Medienkonsums der Jugendlichen ausmachen.

Beat Döbeli hat sich in seinem Blog zu seinen eigenen Erfahrungen mit Digital Na(t)ives geäussert. Er zeigte sich vor 3 Jahren enttäuscht über das Unverständnis und Desinteresse seiner Studierenden gegenüber (für diese Generation) alltäglichen Medien. In der Diskussion zeigen sich die Kollegen Appelt und Hodel weniger erstaunt und führen an, dass es unter umständen ein Charakteristika von “Natives” sei, sich nicht um Alltägliches zu kümmern, dem mit einer gewissen Gleichgültigkeit zu begegnen und dass ein in den Bergen geborener nicht automatisch ein guter Kletterer sei. Ein in diese Generation hineingeborener muss also die Kompetenzen ebenso erlernen wie ein Digital Immigrant.

Dem Begriff Web 2.0 wird oft nebst den technologischen Innovationen auch eine veränderte Wahrnehmung zugeschrieben. Leute haben die Möglichkeit Inhalte selber zu generieren (z.B. Wikipedia, Communities etc.) und nutzen dies auch. Das Vorhandensein dieses Schwarm-Denkens ist nach meiner Einschätzung ein weiteres Indiz dafür, ob jemand nun zur Generation 2.0 – den «Digital Native» – gehört oder eben nicht.

Sowohl Schulmeister als aus Prensky vertreten extreme Positionen – wie meistens denke ich, liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Als Digital Native tendiere ich eher dazu, diese Generation ernst zu nehmen, bin mir aber bewusst, dass die von Prensky beschriebenen Eigenschaften lange nicht auf alle nach 1980 Geborenen zutrifft, sicherlich auch «digitale Eingeborene» mit Jahrgang älter als 1970 existieren. Trotzdem finde ich den Ansatz nicht schlecht, versteckt sich doch in der Diskussion eine Frage, welche Prensky dazu nutzt, neue Unterrichtsmethoden und angepasste Inhalte in den Schulen zu fordern. Dass Computer und Internet das Lernen aber auch das Verhalten heutiger Generationen grundlegend beeinflussen scheint unbestritten, so schildern Palfrey und Gasser z.B. wie das Internet der heranwachsenden Generation als Experimentierküche für ihre Identitätsbildung dient.

Der kompetente Umgang mit (neuen) Medien wird heute neben Schreiben, Lesen und Rechnen gerne als vierte Kulturtechnik bezeichnet. Etwas ketzerisch liesse sich formulieren, dass heute das Wissen wo und wie zuverlässige Informationen gefunden werden und wie mit der Flut an Informationen umgegangen wird deutlich wichtiger ist, als z.B. Fremdsprachen auf Vorrat zu lernen oder Schönschreiben in einem Zeitalter wo kaum noch jemand längere (formale) Texte von Hand schreibt. Auch der Reflektion über das eigene Nutzungsverhalten sollte in Zukunft ein erhöhter Stellenwert zukommen.

Interessant wäre mal die digital Natives selber zu fragen und nicht digital Immigrants Theorien formulieren zu lassen …

Masterarbeit ich komme

30. November 2010 — Leave a comment

Langsam aber sicher klärt sich das Bild auf … LMS gegen PLE auszuspielen macht wohl wenig Sinn, denn ein LMS könnte ja auch ein PLE sein oder umgekehrt. Man könnte aber versuchen herauszufinden, welche Dienste Studierende heute nutzen, welche Anforderungen sie an ein mediales lehr-/lernunterstützendes System stellen und wie sie LMSe in ihrem Studienalltag erleben. Mit einer Prise Expertise könnte daraus eine Art Handlungsempfehlung resultieren, wie ein LMS in Zukunft aufgebaut und genutzt werden könnte.

Licorize

Licorize

Was ist Licorize?

Licorize ist ein recht neuer Dienst, welcher die Funktionen von ToDo-Managern wie z.B. «Remeber The Milk» und Social Bookmarkingdiensten wie z.B. «delicious» oder «Mr. Wong» kombiniert. Licorize ist vergleichbar mit einem Schuhkarton, in welchen der Benutzer seine Tweets, seine Evernote-Notizen importieren sowie Links – mittels eines Bookmarklets – hinzufügen kann.
Selbstverständlich können die unterschiedlichen Artefakte mit Tags und Notizen versehen werden und bei den Lesezeichen wird sogar eine Vorschau der Webseite angezeigt. Neu an der Idee ist aber, dass mehrere Personen(-gruppen) gleichzeitig Artefakte sammeln und so ihr «Wissen» sichtbar machen und die einzelnen Artefakte schliesslich auch noch unterschiedlichen Projekten zugeordnet werden können. So entstehen projekt- oder personenbezogene ToDo-Listen.

Daraus lassen sich auch wöchentliche Übersichten generieren, in welchen die entsprechenden Schnipsel nach Zeit und Tag geordnet werden.

Licorize

Licorize im Wissensmanagement

Licorize kann sowohl für individuelles als auch für Wissensmanagement von Gruppen eingesetzt werden. In erster Linie dient es dem Sammeln und Präsentieren von Artefakten – also der Wissenskommunikation und der Wissensrepräsentation. Da auch die Verwendung in Gruppen unterstützt wird, sind auch Teile von Wissensgenerierung und -Nutzung abgedeckt. So können zum Beispiel Tweets, Dropbox-Ordner, RSS-Feeds etc. aggregiert und ebenfalls den unterschiedlichen Projekten zugeordnet werden.


Ein ähnlicher Dienst ist Diigo. Welcher die Möglichkeit bietet, Texte auf Webseiten zu markieren und zu annotieren.

Mediensozialisation

25. Oktober 2010 — 1 Comment

Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen kaum mehr wegzudenken. Gemäss KIM-Studie verfügten mindestens 85 % der Haushalte über Computer, Internet, Handy und Fernseher (KIM, 2008). Der Gerätebesitz – also ein eigenes Gerät – liegt nach Angaben der Haupterzieher deutlich darunter, doch wie bei ersterem kann davon ausgegangen werden, dass sich diese Werte in den letzten zwei Jahren deutlich erhöht haben.

Neue Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen also kaum mehr wegzudenken und bestimmen das Freizeitverhalten der Zielgruppen (KIM, 2008, JIM, 2009) und werden von den Heranwachsenden zur Befriedigung unterschiedlicher Bedürfnisse genutzt.

Gemäss Süess, et. al (2010) gehören dazu:

  • kognitiven Bedürfnissen, z.B. Lernen von Neuem
  • affektiven Bedürfnissen, z.B. Überwinden von Langeweile
  • sozial-integrative Bedürfnisse, z.B. mit Gleichaltrigen über Medieninhalte reden können
  • integrative-habituelle Bedürfnisse, z.B. Lesen vor dem Einschlafen

Allgemein kann gesagt werden, dass die Nutzung der Medien zur Bewältigung allgemeine Entwicklungsaufgaben beitragen kann.

So verwenden Jugendliche um sich gesellschaftliche Handlungsspuielräume zu erschliessen und sich durch ihren spezifischen Mediengebrauch gegenüber Erwachsenen abzugrenzen, respektive ihre Zugehörigkeit zu Peergroups auszudrücken (Süss/Hipeli, N.A.). Online-Welten wie MMORPGS, Soziale Netzwerke oder Chats spielen bei heutigen Jugendlichen also eine zunehmend grosse Rolle bei der Identitätsbildung und dienen als soziale Probebühne, auf welcher (z.T. ohne grosse Sanktionen fürchten zu müssen) unterschiedliche Rollen und Identitäten (vgl. Süss/Hipeli, N.A) ausprobiert werden können. Durch die Verlagerung der Freizeitaktivitäten der 6 bis 13-jährigen in Privaträume und die hohe Medienausstattung in den Kinderzimmern gewinnen Medien auch in Sozialisationsprozessen der Kinder immer mehr an Bedeutung.

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Masterarbeit: LMS vs. PLE

16. Oktober 2010 — 4 Comments

sandkasten

Wie bereits vor einiger Zeit geschrieben, überlege ich mir nebst dem «Tagesgeschäft» noch ein interessantes, bedeutendes, abgrenzbares, vielversprechendes Thema für meine Masterthesis. Dank Annabell und Martin komme ich meinem Wunschthema immer etwas näher.
In den diversen Gesprächen hat sich herauskristalisiert, dass mich (wahrscheinlich) folgende Fragen beschäftigen werden:

  • Sind LMS heute noch zeitgemäss? Wie es an anderer Stelle gerade diskutiert wird.
  • Was macht eine PLE aus?
  • Welche (Web-)Werkzeuge verwenden Lernende tatsächlich und in welchem Ausmass?
  • Welche Ansprüche stellen Lernende an Online-Angebote von Bildungsinstitutionen?
  • Gibt es eventuell etwas zwischen LMS und PLE oder eine Kombination davon? Stichwort: Social Learning Networks?
  • Vorschläge zur Gestaltung eines solchen «Gebildes»

Wissensmanagement

8. Oktober 2010 — 2 Comments


Im Beitrag «Japan – das Wirtschaftswunder ergraut»  wird geschildert, wie ein Land, welches zunehmend überaltert, versucht das Wissen des immer grösser werdenden Teils der Bevölkerung – der Pensionäre – zu nutzen.

Dabei muss das Wissen von den Alten auf die Jungen weitergegeben werden. Das bedeutet, es müssen genügend (willige) Junge nachkommen und die Alten müssen auch bereit sein, ihr Wissen weiterzugeben – also loszulassen.
Den Nachwuchs durch ältere Mitarbeitende ausbilden zu lassen erachte ich als eine sinnvolle Art Wissen zu konservieren und weiterzugeben.

Die zentralen Bausteine in diesem Beitrag sind für mich die Bewahrung, die (Ver-)Teilung, die Identifikation sowie die Nutzung des Wissens. Bei der Bewahrung stellt sich mir die Frage: Wie kann in Zukunft gewährleistet werden, dass in 30 oder 40 Jahren nicht dasselbe wieder passiert und die heutigen Nachwuchskräfte ihr Wissen an viel jüngere Nachfolger weitergeben müssen. Gibt es Lösungen, das Wissen zu bewahren oder ist es in der heutigen schnelllebigen Zeit gar nicht mehr möglich/gewünscht Wissen über Generationen zu bewahren?

Ich widerspreche (oder relativiere)  Katrins Artikel etwas, in welchem sie schreibt, die Bewahrung und (Ver-)Teilung von Wissen sei ein Problem unserer Gesellschaft. Wissen zu teilen heisst auch immer «Macht verlieren», ist jedoch in der heutigen vernetzten, schnellebigen Informations- oder Wissensgesellschaft unumgänglich, da Mitarbeitende den Job oder den Arbeitsort wechseln etc. Auf Grund dieser Tatsache würde ich aber nicht unbedingt die Konservierung/(Auf-)Bewahrung von Wissen sondern eher die Identifikation von Wissensträgern in den Vordergrund stellen. Ähnlich wie es die Agenturen für Pensionäre in Japan oder das Portal «Erfahrung Deutschland» machen. Wissen muss auffinbar gemacht und Experten identifiziert werden. Ob in Zukunft Wissen bewahrt im Sinne von«gespeichert» wird , weiss ich nicht.

Zum Schluss noch eine Frage an alle Wissensmanagerinnen, Tutorinnen und Mitstudierende. Kann man die Prozessbereiche aus dem Münchnermodell irgendwie den Bausteinen von Probst zuordnen? Auf dem Bild seht Ihr meinen Versuch.

In seinem Text zitiert Kübler Stefan Aufenager. Dieser führt folgende Punkte an um Medienbildung zu definieren:

  • Medienbildung orientiert sich am ganzen Menschen in Bezug auf seine berufliche Karriere, sein Alltagshandeln und auf seine Position als soziales und politisches Mitglied einer Gesellschaft
  • Medienbildung als persönlichkeitsbestimmende Haltung
  • Verschränkung von Wissen und Können
  • Beinhaltet nicht nur die Anwendung/Nutzung von Medien, sondern beinhaltet auch die Fähigkeit, sich reflexiv mit Medien auseinanderzusetzen
  • Verfügt nebst der kognitiven auch über eine moralische, ästhetische und affektive Dimension

Egal ob Medienbildung oder Medienkompetenz – die Bezeichnung sieht er als austauschbares Label – fordert er Medienbildung als eine übergeordnete, umfassende Allgemeinbildung einer modernen Informations-/Wissensgesellschaft oder aber mindestens als Querschnittkompetenz vergleichbar mit der politischen Bildung zu verankern.

Zudem stellt er die Fragen wie sich Medienbildung eigentlich «definiert»:

  • Bildung durch Medien (kulturell/ästhetisch MedPäd)?
  • Bildung mit Medien (Mediendidaktik)?
  • Bildung gegen Medien (Bewahrpädagogik)?

Und fügt an, dass Medienbildung nicht ausschliesslich die Bedienung umfasse und schon gar nicht einfach so theoretisch gelehrt werden könne. Der Umgang mit Medien an sich bildet einem, jedoch nur im entsprechenden Kontext. Er spricht sich für eine Integration von ICT in die allgemeinbildenden Fächer und wo nötig eine Umgestaltung der Schule um mit und über (neue) Medien zu lernen.

Ich erachte es als sehr sinnvoll, die Medienbildung (oder wie auch immer man das dan nennt) als übergeordnete Allgemeinbildung bereits in den Curricula der Grundschule als «Selbstverständlichkeit» zu verankern und dies im Sinne lebenslangem Lernen nach der obligatorischen Schulzeit während der Berufsausbildung und der Berufstätigkeit bis ins (hohe) Erwachsenenalter weiterzuziehen. Wichtig daran scheint mir die Tatsache, dass das Lernen über/mit Medien immer in realen Kontexten geschieht. Wie ich das verstanden habe legt Kübler weniger Wert auf die Medien als Lerninhalte. Meiner Meinung nach ist nicht nur das Lernen mit Medien sondern auch das explizite Lernen über Medien – also Medien als Unterrichtsinhalte – sinnvoll. Angefangen bei der Frage, was sind überhaupt Medien, bis hin zum Reflektieren über den eigenen Medieneinsatz.


Postman sieht die Gesellschaft vom Showbiz dominiert. In seinen Augen sind heute Äusserlichkeiten entscheidender als der Dialog. Wie bereits Marshall McLuhan ist auch er der Ansicht, dass die Medien jeweils das Wesen einer Kultur beeinflussen (Entwicklung der Schrift, Erfindung des Buchdrucks, elektronische Medien, TV und später PC). Eine Krise wie er es beschreibt – und als “Beweis” die US-Präsidentschaft eines Hollywoodstars anführt – finde ich die Entwicklung neuer Medien nicht unbedingt. Man darf nicht vergessen, dass durch die erwähnten Erfindungen eine “Demokratisierung des Wissens” stattgefunden hat (oder stattfinden hätte können?). Durch die Möglichkeit einfach Bücher zu vervielfältigen wurden Texte einer breiten Masse zugänglich und durch das Internet (auch TV) wurden die Grenzen erneut aufgebrochen. Andererseits bedeuten diese “Revolutionen” auch ein Machtverlust für gewisse Institutionen aus Politik und Kirche. Das Volk hat nun die Möglichkeit, sich auf unterschiedlichen Kanälen zu informieren. Es findet zwar evt. kein derartiger Diskurs statt wie damals als die Sprache das Hauptmedium war

Beer sieht verschiedene physische und psychische Gefahren für die Heranwachsenden:

  • Bewegungsmangel durch (übermässigen) Medienkonsum und als Folge daraus Übergwicht und andere Gebrechen
  • Förderung der sexuellen Frühreife und Zurückbleiben der geistigen Entwicklung
  • Konsumhaltung führt zu Passivität und Kreativitätsverlust
  • Werteverlust
  • verfälschte (oder gar fehlende?) Wahrnehmung der Realität

Als Hauptgefahr bezeichnet er die Reizüberflutung, welcher die Kinder und Jugendlichen schutzlos ausgeliefert seien und welche zu Nervosität und Schlafstörungen führen.

Diese bewahrpädagogischen Gedanken werden bis heute in medienpädagogischer Ratgeberliteratur (und anderen Werken) bei der Beschreibung der medialen Gefahren aufgeführt. Ich denke alle aufgezählten Punkte, sowohl ein Einschnitt in die Kultur, wie auch psychische und physische Gefahren durch die Medien sind als potenzielle Schwierigkeiten verursacht durch neue Medien anzusehen. So sind Bewegungsmangel, Passivität, Reizüberflutung oder verfälschte Wahrnehmung durchaus Probleme, mit welchen Lehrpersonen heute zu kämpfen haben – sicher teilweise auch bedingt durch übermässigen oder nicht angemessenen Medienkonsum. Persönlich gefällt mir aber nicht, wie beide Autoren vor allem die Negativpunkte hervorheben. Wie Beer, der trotz der Gefahren  auch Chancen im Zusammenhang mit den Medien sieht, wobei er darauf verweist, dass Medien zum kreativen und produktiven Handeln anregen können (z.B. Tonaufnahme, Videoproduktion, Fotografie), bin auch ich der Überzeugung, dass Medien – sofern sie aktiv genutzt werden kreativitätsfördernd sind. Zudem sind Medien heute fast omnipräsent, so dass ein angemessener und verantwortungsvoller Umgang damit wohl gewinnbringender für Heranwachsende ist, denn die Bewahrung vor all den Einflüssen.

Die Möglichkeit den Risiken zu begegnen sieht er in einem offenen Umgang, sprich als Erwachsener zu reflektieren was man “konsumiert” und was das für einen bedeutet und auf der anderen Seite die Heranwachsenden zu ebensolchem Handeln zu befähigen und anzuleiten. So können die Medien “entzaubert” werden und Kinder und Jugendliche sehen was hinter dem Konsumierten steckt.

Master-Thesis

23. Juli 2010 — Leave a comment

Me. Up Close. EXPLORED
[von Cody Bralts]

Jetzt wo mein Medienprojekt 1 fertiggestellt ist und mit Medienprojekt 2 die Umsetzung wartet soll ich mir auch bereits Gedanken über das Thema der Master-Thesis machen … Ideen hätte ich ja viele, doch ein konkretes Thema ? Mir schwebt irgend etwas mit Social Software / Media, Informations- und Wissensmanagement, Kollaboration und so vor … falls jemand da draussen Ideen hat … nur her damit.