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Microsoft Word

… Einsatz webgestützter selbstreflexiver Unterrichtselemente im Mathematikunterricht, ist der Titel meiner Diplomarbeit

Ich habe bereits vor einem Monat über den Abschluss meiner Arbeit berichtet und möchte sie nun hier öffentlich zugänglich machen. So können all jene Leute, welche mir Ideen geliefert haben und alle Interessierten auch mal lesen, was da rausgekommen ist.

Hier ein kleiner Vorgeschmack :

Während Computer und Internet aus dem Alltag unserer Schülerinnen und Schüler nicht mehr wegzudenken sind, finden sie langsam aber sicher auch den Weg in die Schulzimmer. So gibt es bereits einige Beispiele wo Wikis oder Weblogs im Sprachunterricht eingesetzt werden. Wie sieht es aber im Mathematikunterricht aus? Lässt sich kollaborative Websoftware in einem konstruktivistisch basierten Mathematikunterricht, im Hinblick auf verschiedene Reformen im Bildungsbereich, einsetzen und wenn ja, wie?
Dieser Frage soll diese Arbeit unter dem Gesichtspunkt ob die fachlichen Inhalte so effektiver oder effizienter dargeboten werden können nachgehen.

Nach wie vor bin ich überzeugt, dass Herr Zemp vom LCH (Schweizerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband) mit seiner Aussage

«Pädagogische Forschungsarbeiten belegen, dass kooperative Lernformen dem traditionellen, individuellen Lernen in vielerlei Hinsicht überlegen sind. Blogs und Wikis eignen sich hervorragend dazu, dieser Erkenntnis im Unterricht Rechnung zu tragen. Die Lernenden werden aus der Rolle der passiven Konsumenten von bereits aufbereitetem Wissen entlassen. Stattdessen können sie in der Klassengemeinschaft eigene Lernwege entdecken.»

recht hat und hoffe, dass langsam aber sicher neue Kommunikationsmittel in die Schulstuben einziehen (und auch entsprechend genutzt werden).

Ein weiteres riesiges Anliegen an die Adresse der Macher von www.lerntagebuch.ch: Bitte bitte entwickelt doch diese tolle Applikation weiter, wenn man Bilder oder gar Java-Applets (z.B. aus GeoGebra) in Fragen und Antworten einbinden könnte, würde das mir als Mathematiklehrperson noch viel grössere Möglichkeiten eröffnen.

Lehrer-Online - Fachportal Biologie

Zum Thema Verdauung bietet lehrer-online.de eine Unterrichtseinheit zum Thema Verdauung und Verdauungsorgane, welche ICT in den Unterricht integriert.
Die Lernenden sollen einem imaginären Kollegen Paul erklären wie die Verdauung funktioniert und warum er Beschwerden hat. Dazu dienen ihnen die Informationen von der Webseite des Autors. Ihre Erklärungen senden sie per eMail an die Lehrperson, welche eine eMail von Paul zurücksendet, wo das Wissen noch etwas vertieft werden soll.

Neue Version von Geogebra

21. September 2007 — 1 Comment

200709211812

Markus Hohenwarter
hat mit Geogebra 3.0 einen riesigen Schritt vorwärts gemacht. So lassen sich nun neu eigene Werkzeuge definieren (Makros) und Punkte können auf Polygonen (bisher waren nur einzelne Strecken möglich) herumschieben. Diese beiden Neuerungen alleine sind ein grosser Schritt für Geogebra und seine Entwickler und ein noch grösserer Schritt für alle Lehrpersonen, welche Geogebra im Unterricht einsetzen. Nun wird GeoNext wohl endgültig von meiner Festplatte verbannt ;-)

Seit fast 2 Wochen arbeite ich nun mit meinen Schülern mit der Plattform lerntagebuch.ch. Von 22 Schüler/innen haben 2 keinen Computer (mit Internet) und 2 einen defekten PC. Diese 4 schreiben das Lerntagebuch im herkömmlichen Sinn, auf Papier.

Die Kids scheinen sehr motiviert und haben zum Teil bereits das Design umgestellt und Bilder hochgeladen. Ich hoffe die Motivation bleibt, auch wenn im Lerntagebuch dann über Mathematik geschrieben wird. ;-)

Vorerst habe ich Zweierteams gebildet, welche nun beginnen sich gegenseitig Kommentare zu schreiben und die Einträge zu lesen.

Im Mathe Raum findet eine von mir initiierte Diskussion zum Thema Lerntagebücher statt.

Ich bin wieder zurück bei meiner ursprünglichen Thematik: “Weblog und Wiki als Theorie und Regelheftersatz – Einsatz webgestützter selbstreflexiver Unterrichtselemente im Mathematikunterricht.“

In meiner Diplomarbeit möchte ich der Frage nach gehen, ob Wikis und Weblogs (webgestützte selbstreflexive Unterrichtselemente) einen Beitrag zur Problematik der Theorie- und Regelhefte leisten könnten.
In vielen Mathematik-Zimmern gilt das Theorieheft immer noch als “Heilige Kuh”, in welches von der Lehrperson diktierte Regeln und Sätze eingetragen werden, evt. mit einem Beispiel illustriert. Im Sinne einer konstruktivistischen Didaktik favorisieren die Fachdidaktiker heute jedoch eher Dokumentationsformen, welche die Lernprozesse der einzelnen Lernenden dokumentieren und jede/r Lernende ihre eigenen Gedanken, Probleme und Erkenntnisse aufschreibt. So genannte Lernjournale, Forschungshefte, Reisetagebücher oder
Lerntagebücher sind aber unter der Lehrerschaft immer noch umstritten, es werden Argumente wie “hoher Zeitaufwand für die Lehrperson”, “hoher Zeitaufwand für die Lernenden”, “nicht bewiesener Sinn der LTB”, “falsche Kompetenzen (im Bezug auf Übertrittsprüfungen in FMS, Gymnasium etc.) werden vermittelt”, “Zeitmangel”
etc. welche gegen das Führen eines Lerntagebuches sprechen genannt.

Für meine Dipomarbeit, in welcher ich herausfinden möchte, ob und wie Wikis und Weblogs den Lehrpersonen als auch den Lernenden einen Anreiz zum führen von Lernjournalen bieten können, suche ich nun Argumente, Probleme, Schwierigkeiten aus dem Alltag beim Schreiben von konventionellen (Papier und Stift) Lerntagebüchern. Natürlich bin ich auch um besorgte Stimmen/Vorbehalte bezüglich der “neuen elektronsichen Alternativen” dankbar.

Im Moment bin ich auf der Suche nach Literatur und Personen, welche sich mit den mathe-didaktischen Aspekten der Lerntagebücher befassen.