Archives For kooperation

facebook as LMS

Wenn ich mich umhöre/-schaue wie LMS genutzt werden, frage ich mich ist ein LMS noch das, was man heute in der (Präsenz-)Aus- und Weiterbildung einsetzen soll/will?
Es werden Termine abgesprochen, es werden Dokumente zum Download angeboten und evt. eingereicht, es wird Kommuniziert (meist asynchron). Wäre dafür ein Social Networking Dienst wie facebook nicht fast geeigneter?

Es wird von fast allen vielen Studierenden rege genutzt, verfügt über sogenannte Awareness-Tools, ist einfach zu bedienen, sieht ansprechend aus, bietet die Möglichkeit, abgeschlossene Gruppen oder Informationsseiten zu erstellen und kann mit Applikationen wie zum Beispiel social virtPresenter, box.net, Mediabird, UdutuTeach und UdutuLearn sowie anderen Web-2.0-Applikationen beliebig erweitert werden.
Die Lernenden haben die Inhalte so unabhängig der Zugehörigkeit zu einer Institution verfügbar und können ihre «Persönliche (Web-)Lernumgebung» selber gestalten und beliebig erweitern.
Meiner Ansicht nach gibt es einen Grund, welcher nach wie vor für LMS spricht: Die Vertrauenswürdigkeit der Betreiber Sozialer Netzwerke wie facebook. Allenfalls kann auch noch das Tracking von Lernaktivitäten angefügt werden – wie viele Leute diese Funktion (bei uns an der Hochschule) tatsächlich nutzen weiss ich nicht.

Das von Martin Ebner und Sandra Schaffert ins Leben gerufene Projekt L3T geht in die nächste Runde. Unter bis jetzt 30 eingereichten Kapiteln ist auch unseres – «Technologieeinsatz in der Schule» – eingereicht und wartet auf Reviewer/innen. Wenn alles glatt läuft, soll das erste deutschsprachige Lehrbuch für Lernen mit Technologien im Frühjahr 2011 das Licht der Welt erblicken.

MIGROS 2.0

21. Juli 2010 — 1 Comment

Mein lieblings Grossverteiler hat (bereits vor einiger Zeit) das Portal migipedia.ch aufgeschaltet. Der Name setzt sich – wie der geneigte User schnell erkennen mag – aus MIG(ros) und (wik)IPEDIA zusammen. Kunden haben so die Möglichkeit, Produkte zu erfassen (sogar einen Webcam-Strichcodescanner gibt es) zu bewerten und zu kommentieren. Käufer können nun ähnlich wie bei «Rezensionen» von Produkten lesen und mit Migros in Kontakt treten …

Ich bin gespannt, wie sich dieses vielversprechende Social Software-Experiment des Branchenprimus weiterentwickelt.

social virtPresenter

19. September 2009 — Leave a comment

social virtpresenter

Eben bin ich bei meinem täglichen Streifzug über facebook auf social virtPresenter gestosssen. Da wurde ein erster Schritt in Richtung facebook als (Persönliche) Lernumgebung gemacht. Eine Uni hat nun die Möglichkeit, anstatt einer eigenen Plattform zur Vernetzung der Studierenden und der Bereitstellung von Vorlesungsaufzeichnungen aufzubauen, facebook als Schnittstelle zu verwenden.
Social virtPresenter ist eine Weiterentwicklung des Open Source Werkzeuges virtPresenter Framework. Die Entwickler planen aktuell eine Anpassung an die OpenSocial Schnittstelle, um eine Integration in andere Soziale Netzwerke zu ermöglichen.
Im Moment gibt es noch nicht so viele Aufzeichnungen, welche bereitstehen, ich werde das aber im Auge behalten …

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Seit gestern bin ich nun stolzer Besitzer eines Google wave Accounts … oder besser gesagt zweier Accounts. Es gibt nämlich 2 (Einen Entwickler und einen User – beide mit dem selben Namen)! Und hier sind wir auch schon beim Problem, welches ich eruieren konnte in meiner 20-minütigen Testphase: Alleine macht Google wave nicht wirklich Spass – ähnlich wie es auch keinen Spass macht mit sich selber zu Chatten oder sich selber eMails zu schreiben.
Die Funktionen, welche im Video zur Vorstellung von Google wave gezeigt wurden scheinen bei mir noch nicht alle so richtig zu funktionieren … die Kombination von Instantmessaging, Document-Sharing und eMail sieht richtig knackig aus und macht Lust auf mehr.
Fazit: Sieht vielversprechend aus, wird masslos gehypt, könnte dereinst eine gute Kommunikationsform werden, wird wohl keine bestehende Kommunikationsform ersetzen, wird erst mit vielen Erweiterungen und Bots so richtig amüsant, man braucht “Freunde”, welche auch einen Zugang haben, es braucht weitere Tests von mir.

Window

Update: Nachdem ich nun auch Einladungen aussprechen konnte (leider sind schon alle weg), habe ich nun eine Wave eröffnet, wo ich gerne mit interessierten Personen darüber diskutieren würde, wie denn nun Google Wave im Bildungskontext eingesetzt werden könnte.

Mein PLE I

22. Juli 2009 — Leave a comment

PLE

Es ist schon eine Zeit her, seit die PLE-Tagung das Thema Personal Learning Environments aufgegriffen hat. Seither habe ich mir immer wieder überlegt, wie mein PLE aussieht und ob ich das einmal abbilden könnte, doch mehrere Versuche sind gescheitert.

Nun habe ich durch eine Lernaufgabe zum Thema Online-Kommunikation inspiriert, versucht zumindest einmal einen (“fast nur Online”-)Teil meines PLE abzubilden. Ich hoffe, dies in Zukunft noch etwas erweitern und präzisieren zu können.

lerntagebuch.ch

Die Plattform lerntagebuch.ch wird weiter entwickelt! Das freut mich doch, und irgendwie fühle ich mich an dieser Tatsache ein bisschen mitschuldig. Via Webseite wurden bereits einzelne neue Features präsentiert. So soll es zum Beispiel einen “Experten Modus” und einen “Simple Modus” geben – wer, ob Lernende oder Lehrernde nun welchen Modus benützen soll, darüber schweigen sich die Entwickler aus. Ein von mir gewünschtes Feature die RSS-Feeds fanden auch den Weg in die erste Liste. Da bin ich recht froh! Wenn ich jeweils bei Weiterbildungen erzähle welche technischen Möglichkeiten Blogs bieten um zu kommunizieren (Trackbacks, RSS-Feeds etc.) und im nächsten Satz dann sagen muss “… aber leider gibt es RSS-Feeds im Moment bei lerntagebuch.ch nicht” … sind die Lehrpersonen meist enttäuscht oder fragen sich was den nun ach so toll an diesen neuen Lerntagebüchern sei. Die AAI-Authentifizierung (Schweizerische Hochschulen können ihre Logins verwenden, welche von SWITCH bereitgestellt werden) sehe ich aus meiner Sicht eher als unwichtig für den Einsatz des Werkzeuges – dies soll aber wohl die Erprobung mit Studierenden an der PHZ und die Etablierung der Plattform als Porfoliosystem an PHs fördern. Weiter wird das Update neue Tempaltes und dank buddypress Gruppenfunktionen und weitere nicht weiter spezifizierte Verbesserungen bringen. Geplant ist es für November 2009 (interne Beta-Phase) und ab Februar 2010 soll dann die gesamte Öffentlichkeit davon profitieren können. Insgeheim würde ich mich natürlich freuen, bereits etwas früher als in 9 Monaten einen Blick auf all die Neuerungen zu erhaschen …

Moreganize …

5. Mai 2009 — Leave a comment

[Trigami-Review]

moreganize.ch

Wer hat schon mal mit Doodle einen Termin gefunden, auf einem Wiki oder in Google Docs Themen gesammelt um dann mit irgend welchen andern Tools über die zu behandelnden Themen abstimmen lassen? Extrem kompliziert und unerfahrene Nutzer/innen werden schnell überfordert.

Via Trigami bin ich auf Moreganize gestossen. Ein Konkurrent von Doodle – welches ich bereits einmal vorgestellt habe. Nebst Terminumfragen können Umfragen zu bestimmten Themen, gemeinsame ToDo-Listen oder Abstimmungen mit der Möglichkeit für eine oder mehrere Antworten zu stimmen erstellt und verwaltet werden. Die einzelnen Tools lassen sich beliebig verknüpfen und sollen– so versprechen die Entwickler – in nächster Zeit gar noch erweitert werden. Bereits jetzt bietet das Tool aber einen grossen Funktionsumfang, der die Zusammenarbeit einer Gruppe von mehr als drei Personen stark vereinfacht.

Mit wenigen Klicks kann der Nutzer eine gemeinsame Plattform einrichten. Diese ist jederzeit über einen simplen Link erreichbar. Der Link wird einfach allen Personen, die an einer Umfrage oder einem Projekt teilnehmen sollen weitergeleitet, damit diese Zugriff auf die Plattform erhalten. Die generierten „Umfragelinks“ enthalten eine starke Verschlüsselung. Es ist so gut wie unmöglich, mit gängigen Mitteln einen solchen Link nachzubilden oder zu fälschen.

Moreganize ist im Vergleich zu ähnlichen Tools sehr einfach und übersichtlich aufgebaut, bietet aber trotzdem viele Zusatzfunktionen. So findet sich zum Beispiel auf der jeweils letzten Seite der Einrichtung – etwas versteckt – ein Link “weitere Einstellungen”. Dort können Dateien (bis 5 MB), Ortsmarken (Google Maps), oder auch eine Deadline (also ein Abschlusstermin bis wann die Umfrage laufen soll) eingesetzt werden.
Ausserdem können noch einige Feinheiten eingestellt werde, z.B. ob man benachrichtigt werden möchte wenn jemand den Dienst nutzt oder ob der User seine Email eingeben muss.

Und jetzt kommts: Es ist ein schweizer Produkt! Moreganize wurde ursprünglich im privaten Rahmen von Studenten an der Universität Zürich verwendet. Das Tool wurde dann durch die Studenten und Gründer der heutigen Plattform www.moreganize.ch, Tom und Attila Frey sowie Dominik Skrobala laufend weiterentwickelt und verbessert. Immer wieder haben auch verschiedene Studenten der ETH (Eidg. Technische Hochschule) und sonstige Freunde an der Programmierung und Gestaltung des Tools mitgeholfen.

Mein Fazit: Sehr brauchbar … ich werde es auch meinen Kollegen und Kolleginnen von EduMedia weiter empfehlen …

Friend Wheel for Marc Widmer - Facebook Friend Relationships

Irgendwie wills mir nicht aus dem Kopf … dieses Social Network zum Lernen/Lehren. Ich habe bereits einmal darüber gebloggt, mir damals aber die Frage gestellt, ob es denn das wirklich braucht und ob die Akzeptanz unter den Benutzenden da wäre, noch einmal ein neues “Werkzeug” einzurichten. Noch einmal persönliche Daten freizugeben und noch einmal (virtuelle) Kontakte aufzubauen.

Meine Überlegungen zielen dahin, dass man versuchen müsste, die neue Plattform an ein bestehendes Soziales Netzwerk anzubinden (zum Beispiel mittels Facebook-Connect oder OpenID), so würde kein zusätzlicher Registrierungsprozess mehr anfallen und auch die bestehenden Kontakte könnten – sofern sinnvoll – “mitgenommen” werden.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Tatsache, dass Soziale Netzwerke vor allem dazu genutzt werden, bestehende soziale Kontakte abzubilden und nicht neue Kontakte zu knüpfen. Würden wohl unterrichts-/lernspezifische Materialien ausgetauscht ? Eventuell könnten auch Inhalte von anderen Seiten aggregiert und an einem Ort gebündelt werden?

Ganz zum Schluss stellt sich eine wichtige und nicht einfach zu beantwortende Frage: Sind Social Networks irgendwann auch tot oder uncool ? Im Moment scheint dies nicht der Fall zu sein, aber wer weiss … und dann wäre es ungünstig all seine Ressourcen auf dieses Thema zu bündeln. Ich muss noch ein wenig nachdenken, ob meine Idee wirklich Sinn macht.

Amazon.de: B� Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten

Eigentlich wollte ich das Buch ja auf englisch lesen, es wäre ein gutes Training. Gestern habe ich zufällig aber herausgefunden, dass das Buch scheinbar seit kurzem auch in deutscher Sprache vorliegt und es mir direkt bestellt. Dann nehm ich mir für das nächste Jahr halt andere Vorsätze.

Update: Dummerweise ist das Buch erst heute angekommen, jetzt wo die Ferien schon fast vorbei sind …