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eBook das LMS der Zukunft?

26. Februar 2012 — 2 Comments

Via den Blogbeitrag von Niall Sclater ist in mir die Frage erneut aufgeflammt, ob enhanced eBooks künftig in die Rolle einer Lernplattform schlüpfen könnten, wie ich das bereits am Ende meiner Masterarbeit festgehalten habe.

Sclater sieht in der Art der Aufbereitung der Inhalte gewisse Vorteile von eBooks (auf Tablets) gegenüber Webseiten. Ist es tatsächlich nur eine Frage der Darstellung und könnte man genau so gut eine Webseite lesen … oder … sind eBooks zugänglicher als herkömmliche Lernplattformen mit ihren Logins und unterschiedlichen Bereichen und Berechtigungen? Ausserdem sollen die Lerner durch die Darstellungsform eines eBooks weniger vom Lernen abgelenkt werden – es kann einem «Lost in Hyperspace»-Syndrom vorgebeugt werden – und sie beschäftigen sich intensiver mit dem Lerngegenstand. Durch die Aufteilung in Seiten, Kapitel und Abschnitte erhalten die Lernenden einen umfassenderen Überblick über Gelerntes / noch zu Lernendes in ihrer Lernumgebung.

Im weiteren soll der Besitz eines eBooks Lerner mehr motivieren, sich mit dessen Inhalten als mit jenen einer Webseite (LMS) auseinander zu setzen. Zudem sind elektronische Bücher und somit alle persönlichen Lernaktivitäten im Besitzt des Lernenden, wogegen ein Bereich in einem LMS nie in den Besitzt des Lernenden übergehen kann.

Ich hab’s getan

3. Februar 2012 — Leave a comment

Ich habs getan! Eben hab ich mich für den #OPCO12angemeldet. Nach etwas “Lern-Abstinenz” wird das Verlangen nach orientieren, ordnen, beitragen und teilen wieder etwas grösser. Wie viel ich mich orientiere, ob ich beitrage, was ich ordne und mit wem ich teile weiss ich noch nicht, aber ich hab mir vorgenommen, von April bis Juni ab und zu mal mitzulesen, zuzuhören und mir meine Gedanken zu den Inhalten zu machen.
Die Themen

  • Mobile Apps
  • Tablet Computing
  • Game-Based Learning
  • Learning Analytics
  • Gesture-Based Computing
  • Internet of Things

welche der Horizon-Report 2012 als Trends des technologiegestützten Lernens der nächsten Jahre identifiziert und der #OPCO12 unter die Lupe nimmt, tönen jedenfalls vielversprechend.

Da ich wohl (aus Zeitgründen) eher sammle als beizutragen werde ich versuchen mir ein entsprechendes Mashup zu basteln.

 

 

 

Anlässlich der D-ELAN-Webinar-Reihe (für welche es aus Datenschutzgründen leider keine Aufzeichnungen gibt) hat Dr. Lutz Goertz in seiner Online-Session zum Thema «Mobile und vernetzte Szenarien im Aufwind» die Ergebnisse einer Trendstudie des MMB vorgestellt. Als E-Learning-Trends mit der grössten Bedeutung in den kommenden Jahren kristallisieren sich folgende drei heraus:

  • Mobiles Lernen
  • Gamebased Learning
  • Lernen in Communities

Ausserdem wurde mir anhand einer Folie wieder einmal bewusst, wie vielfältig E-Learning didaktisch umgesetzt werden kann. Was mich auch inspiriert bei meinen Gedanken zur eierlegenden Wollmilchsau.

Aktuell mache ich mir nämlich Gedanken, wie die drei Trends mobiles, spielerisches und vernetztes Lernen in einem didaktischen e-Learning-Format umgesetzt werden könnten.
Dazu habe ich begonnen mir zu überlegen, welchen Mehrwert mobile Geräte wie Tablets oder Smartphones gegenüber herkömmlichen Computern und welcher Mehrwert die Kombination mit spielerischen Elementen und Lernen in Gemeinschaften sich daraus ergibt.

  • Touch-Bedienung («Be-Greifen»)
  • Positionsbestimmung (locationbased Services)
  • Gyroskop
  • Instant-On
  • begrenzte Kapazität (MicroLearning)
  • Kamera (für QR-Codes, Augmented Reality)
Ich denke weiter …

 

Perspektiven von LMS

15. September 2011 — 4 Comments

Die Präsentation zu meiner Masterarbeit ist nun online. Geleitet von der Frage, wie eine künftige digitale Lernumgebung aus Sicht der Studierenden konzipiert werden müsste habe ich einige Fakten zusammengetragen und eine Vision entwickelt.
Mein Fazit:
  • LMS dienen als PDF-Verschiebebahnhöfe
  • Soziale Netzwerke werden vor allem von Online-Studierenden zur studienbezogenen Kommunikation genutzt
  • Studierende wünschen sich Verbesserungen am Erscheinungsbild des LMS
  • Der Schutz der persönlichen Daten wird als wichtig bewertet
  • Studierenden wünschen ein möglichst einheitliches Login-Prozedere

 

Ich glaube es liegt daran, dass ich die Regelmässigkeiten der vergangenen 3 Semester (ja es sind tatsächlich schon drei vorüber!) vermisse: Lernaufgaben, Gruppenaufgaben, Lerngruppenchats, Prüfungen, etc. das alles soll nun vorbei sein! Langweilig sollte es mir ja mit meinen diversen Projekten (1,2,3,4) nicht werden … und wenn doch, Aber da gibts ja noch diese MOOC‘s und am 2. Mai startet der OpenCourse11 von Jochen Robes vom Weiterbildungsblog und einigen Mitarbeitern von studiumdigitale mit dem Titel «Zukunft des Lernens». Das Programm mit vielen klangvollen Namen weckt Erwartungen in mir … und vielleicht krieg ich ja den einen oder anderen Input für mein Projekt #4 …

 

Masterarbeit: LMS vs. PLE

16. Oktober 2010 — 4 Comments

sandkasten

Wie bereits vor einiger Zeit geschrieben, überlege ich mir nebst dem «Tagesgeschäft» noch ein interessantes, bedeutendes, abgrenzbares, vielversprechendes Thema für meine Masterthesis. Dank Annabell und Martin komme ich meinem Wunschthema immer etwas näher.
In den diversen Gesprächen hat sich herauskristalisiert, dass mich (wahrscheinlich) folgende Fragen beschäftigen werden:

  • Sind LMS heute noch zeitgemäss? Wie es an anderer Stelle gerade diskutiert wird.
  • Was macht eine PLE aus?
  • Welche (Web-)Werkzeuge verwenden Lernende tatsächlich und in welchem Ausmass?
  • Welche Ansprüche stellen Lernende an Online-Angebote von Bildungsinstitutionen?
  • Gibt es eventuell etwas zwischen LMS und PLE oder eine Kombination davon? Stichwort: Social Learning Networks?
  • Vorschläge zur Gestaltung eines solchen «Gebildes»

facebook as LMS

Wenn ich mich umhöre/-schaue wie LMS genutzt werden, frage ich mich ist ein LMS noch das, was man heute in der (Präsenz-)Aus- und Weiterbildung einsetzen soll/will?
Es werden Termine abgesprochen, es werden Dokumente zum Download angeboten und evt. eingereicht, es wird Kommuniziert (meist asynchron). Wäre dafür ein Social Networking Dienst wie facebook nicht fast geeigneter?

Es wird von fast allen vielen Studierenden rege genutzt, verfügt über sogenannte Awareness-Tools, ist einfach zu bedienen, sieht ansprechend aus, bietet die Möglichkeit, abgeschlossene Gruppen oder Informationsseiten zu erstellen und kann mit Applikationen wie zum Beispiel social virtPresenter, box.net, Mediabird, UdutuTeach und UdutuLearn sowie anderen Web-2.0-Applikationen beliebig erweitert werden.
Die Lernenden haben die Inhalte so unabhängig der Zugehörigkeit zu einer Institution verfügbar und können ihre «Persönliche (Web-)Lernumgebung» selber gestalten und beliebig erweitern.
Meiner Ansicht nach gibt es einen Grund, welcher nach wie vor für LMS spricht: Die Vertrauenswürdigkeit der Betreiber Sozialer Netzwerke wie facebook. Allenfalls kann auch noch das Tracking von Lernaktivitäten angefügt werden – wie viele Leute diese Funktion (bei uns an der Hochschule) tatsächlich nutzen weiss ich nicht.

Das von Martin Ebner und Sandra Schaffert ins Leben gerufene Projekt L3T geht in die nächste Runde. Unter bis jetzt 30 eingereichten Kapiteln ist auch unseres – «Technologieeinsatz in der Schule» – eingereicht und wartet auf Reviewer/innen. Wenn alles glatt läuft, soll das erste deutschsprachige Lehrbuch für Lernen mit Technologien im Frühjahr 2011 das Licht der Welt erblicken.

netzwerk

Der E-Learning-2.0-Blog hat einen Blog-Karneval zum Thema «Lernen 2.0 – Verändert das “Mitmachnetz” unsere Strategien zu lernen?» gestartet und ruft alle LeserInnen des Blogs auf, sich aktiv bis zum 7. März 2010 zu beteiligen und um damit auch ein wenig die Diskussionskultur anzukurbeln. Dieser Aufforderung will ich doch nachkommen und gleichzeitig weiterrufen.

Die beiden Blogger geben folgende Leitfragen vor:
  • Was versteht ihr grundsätzlich unter lernen?
  • Welche Rolle spielen die Web-2.0-Tools beim Lernen für euch?
  • Könnt ihr bei der Verwendung von Web-2.0-Tools Unterschiede zu herkömmlichen Lernstrategien (z.B. Wiederholen) feststellen?
  • Inwieweit hat sich eurer Meinung nach durch die Möglichkeiten zur Kommunikation, Produktion, Kollaboration und Partizipation das Lernen geändert bzw. wird es sich ändern?
  • Welche neuen Lernstrategien werden im Mitmachnetz notwendig?
Lernen kann als Erwerb (oder die Veränderung bestehenden) von  Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten beschrieben werden. Der Wortherkunft nach hat lernen etwas mit «Spuren hinterlassen» zu tun. Es basiert auf  dem Verarbeiten von Erfahrungen oder  Informationen. Grundsätzlich orientiere ich mich an einem konstruktivistischen Lernverständnis wobei ich im Konnektivismus Ansätze für das Lernen in der Gruppe und mit dem Internet zu erkennen glaube.

Ich nutze sehr viele Web 2.0-Tools und versuche sie auch immer wieder gewinnbringend fürs eigene Lernen zu nutzen. Ab und zu gelingt mir das sogar.

Die Tools ändern sich, die Strategien eher weniger …

Die Tools ändern sich, die Lernstrategien für formelles Lernen nur unwesentlich. Zumindest ist dies meine Erfahrung aus dem vergangenen Semester. Es gib zwar Wikis, Blogs, Cobocards, Mediabird etc. doch schlussendlich wird trotzdem mehrheitlich alleine und in meinem Fall mit Papier und Stift gelernt. An was liegt das?

  • Am Zeitmangel ? Das würde bedeuten kollaboratives Lernen mit Web 2.0-Werkzeugen braucht mehr Zeit.
  • An den fehlenden Lernanlässen?
  • An der Offenheit? Trauen sich die Lernenden nicht sichtbare Fehler zu machen?
  • An mir?

Für das informelle Lernen bieten die Vernetzungsmöglichkeiten für mich persönlich mehr. Via Google Reader und Twitter werde ich über die «Szene» auf dem Laufenden gehalten indem ich interessanten Personen folge und meine eigenen Interessen teile und die Dienste vark.com und twitter haben mir schon öfters Antworten auf Fragen geliefert.

Geändert hat sich die Fülle der Informationen und deren Repräsentation. Während früher der Lernstoff als Text und Bild vorlag, gibt es heute unterschiedlichste multimediale Möglichkeiten. Durch die Fülle der Information(-smöglichkeiten) ist das Wissen wie und wo ich eine Lösung finde heute fast wichtiger geworden als die Lösung selber. Es wird wohl zunehmend schwieriger Schülern beizubringen, weshalb man gewisse Dinge auswendig lernen muss, wenn man jederzeit auf das Internet zugreifen und nachschlagen kann.

Mit der Informationsüberflutung wird auch immer das «Lost in Hyperspace»-Phänomen genannt, also die Überforderung durch die Informationsfülle. Der Umgang mit der Informationsflut, das Bewerten und Ordnen der Informationen wird immer wichtiger.

banknoten_entwurf

[So könnten die neuen Schweizer Banknoten dereinst aussehen]

Soll ein Online-Lernwerkzeug etwas kosten und wenn ja, wie viel bin ich bereit zu bezahlen? Diese Frage stellt sich mir im Moment, denn CoboCards wird Pro(fessionell). Die Implementation neuer Features wie erweiterte Editierfunktionen, lernen mit Leitner-Algorithmus, organisieren eer Kartensätze in Ordnern oder eine Exportfunktion haben die Entwickler von CoboCards zum Anlass genommen, viele Features auf die Pro-Version zu beschränken und in einer Basic-Version lediglich das Erstellen/Verwalten von maximal fünf Kartensätzen zuzulassen. Für das Pro-Paket werden 3 € also ca 4.50 CHF pro Monat oder 36 € gut (50 CHF) fällig.

Dies führt unter uns Studierenden zu Diskussionen, an welchen sich auch die Entwickler beteiligen. Diese stellen die Frage «sind gute Noten 50 CHF pro Jahr  den Preis nicht wert?» Es gibt noch weitere offene Fragen:

  • Kann man Eltern zumuten, für den Erfolg ihrer Kinder zu bezahlen? Und sind diese bereit, das zu tun?
  • Sind studierende bereit dafür zu bezahlen?
  • Gibt es keine anderen Möglichkeiten, eine gute Online-Applikation zu vermarkten als durch monatliche Beiträge?
  • Wären Werbeeinblendungen lernhinderlich?
  • Warum wird scheinbar wenig kollaborativ gelernt?