Ich bin wieder zurück bei meiner ursprünglichen Thematik: “Weblog und Wiki als Theorie und Regelheftersatz – Einsatz webgestützter selbstreflexiver Unterrichtselemente im Mathematikunterricht.“
In meiner Diplomarbeit möchte ich der Frage nach gehen, ob Wikis und Weblogs (webgestützte selbstreflexive Unterrichtselemente) einen Beitrag zur Problematik der Theorie- und Regelhefte leisten könnten.
In vielen Mathematik-Zimmern gilt das Theorieheft immer noch als “Heilige Kuh”, in welches von der Lehrperson diktierte Regeln und Sätze eingetragen werden, evt. mit einem Beispiel illustriert. Im Sinne einer konstruktivistischen Didaktik favorisieren die Fachdidaktiker heute jedoch eher Dokumentationsformen, welche die Lernprozesse der einzelnen Lernenden dokumentieren und jede/r Lernende ihre eigenen Gedanken, Probleme und Erkenntnisse aufschreibt. So genannte Lernjournale, Forschungshefte, Reisetagebücher oder
Lerntagebücher sind aber unter der Lehrerschaft immer noch umstritten, es werden Argumente wie “hoher Zeitaufwand für die Lehrperson”, “hoher Zeitaufwand für die Lernenden”, “nicht bewiesener Sinn der LTB”, “falsche Kompetenzen (im Bezug auf Übertrittsprüfungen in FMS, Gymnasium etc.) werden vermittelt”, “Zeitmangel”
etc. welche gegen das Führen eines Lerntagebuches sprechen genannt.
Für meine Dipomarbeit, in welcher ich herausfinden möchte, ob und wie Wikis und Weblogs den Lehrpersonen als auch den Lernenden einen Anreiz zum führen von Lernjournalen bieten können, suche ich nun Argumente, Probleme, Schwierigkeiten aus dem Alltag beim Schreiben von konventionellen (Papier und Stift) Lerntagebüchern. Natürlich bin ich auch um besorgte Stimmen/Vorbehalte bezüglich der “neuen elektronsichen Alternativen” dankbar.