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Ich war sehr fleissig in letzter Zeit … der geneigte Leser hat das sicher schon bemerkt, da ich die Wochen lange Durststrecke meines Blogs beendet und mir fest vorgenommen habe, es nie mehr so weit kommen zu lassen.

Andererseits habe ich endlich mit 9 Monaten Abstand den Mut und die Zeit gefunden, meine Masterarbeit bei epubli.de zu publizieren. Ich habe lange hin und her überlegt welches wohl die richtige Form sei und habe mich nun für diese Variante entschieden. Ich hoffe, dass ich in naher Zukunft auch noch eine elektronische Version nachliefern kann, welche ich dann über unterschiedliche Kanäle anbieten möchte.

Update 1: Ist nun auch via Amazon bestellbar.
Update 2: Und jetzt auch auf books.google.com
Update 3:  Und jetzt auch als PDF bei epubli frei verfügbar.
Update 4: Und jetzt auch im Biblionetz
Update 5: … EPUB folgt …

 

 

Perspektiven von LMS

15. September 2011 — 4 Comments

Die Präsentation zu meiner Masterarbeit ist nun online. Geleitet von der Frage, wie eine künftige digitale Lernumgebung aus Sicht der Studierenden konzipiert werden müsste habe ich einige Fakten zusammengetragen und eine Vision entwickelt.
Mein Fazit:
  • LMS dienen als PDF-Verschiebebahnhöfe
  • Soziale Netzwerke werden vor allem von Online-Studierenden zur studienbezogenen Kommunikation genutzt
  • Studierende wünschen sich Verbesserungen am Erscheinungsbild des LMS
  • Der Schutz der persönlichen Daten wird als wichtig bewertet
  • Studierenden wünschen ein möglichst einheitliches Login-Prozedere

24’000 Wörter später

5. September 2011 — 3 Comments

Nach rund 6 Monaten des Lesens, Schreibens und Denkens und 24’000 Wörter später ist sie nun fertig. In der Hoffnung, dass man in Duisburg meine Arbeit zu schätzen weiss, habe ich eben meine Masterarbeit in dreifacher Ausführung zur Post gebracht.

 

Rückblickend muss ich sagen es war streng aber interessant und lehrreich – sowohl die letzten zweieinhalb Jahre als auch das letzte Semester. Ich habe viel gelernt … wirklich viel … und dies bis zum Schluss. So wüsste ich zum Beispiel was ich an meinem Fragebogen anders machen würde und hätte bereits Ideen, was man weiter untersuchen und herausfinden müsste – auch wenn sie nur in einem kleinen Rahmen untersucht bin ich über die Resultate meiner Untersuchung doch teilweise überrascht.

Was mich etwas erstaunt ist, dass solche Arbeiten heute noch gedruckt und gebunden werden, wo doch die Ausgangsmaterialien fast alle digital vorliegen – ja sogar bei den Büchern – wo es die Autoren erlaubten – habe ich auf books.google recherchiert, denn diese digitalisierten Bücher bieten wie andere digitale Texte den von mir immer wieder hervorgestrichenen Mehrwert – sie sind nach Stichworten durchsuchbar.

Dank Zotero sind die digitalen Ausgangsmaterialien aber nicht nur durchsuchbar sondern auch fast jederzeit verfügbar; nicht wie ein Buch, das ich liegen lassen kann, ausleihen und zurückbringen muss.

Zur Form der Arbeit habe ich mir die letzten Tage in den Schreibpausen einige Gedanken gemacht. Eigentlich ist diese Arbeit bei ihrem «Erscheinen» veraltet. Google+ das während der Befragung gelaunched wurde konnte ich noch irgendwie einbeziehen, andere interessante Paper ebenfalls, doch die Entwicklung und Forschungstätigkeit in diesem Bereich ist so rasant, dass bereits wieder interessante neue Publikationen anstehen.

Wäre es denn nicht denkbar, eine wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung eines Akademischen Titels in Form eines Blogs, eines Wikis oder eines ePortfolios zu verfassen – sie könnten so ständig aktuell gehalten werden? Oder gibt es solche Ansätze bereits?

Masterarbeit ich komme

30. November 2010 — Leave a comment

Langsam aber sicher klärt sich das Bild auf … LMS gegen PLE auszuspielen macht wohl wenig Sinn, denn ein LMS könnte ja auch ein PLE sein oder umgekehrt. Man könnte aber versuchen herauszufinden, welche Dienste Studierende heute nutzen, welche Anforderungen sie an ein mediales lehr-/lernunterstützendes System stellen und wie sie LMSe in ihrem Studienalltag erleben. Mit einer Prise Expertise könnte daraus eine Art Handlungsempfehlung resultieren, wie ein LMS in Zukunft aufgebaut und genutzt werden könnte.

Masterarbeit: LMS vs. PLE

16. Oktober 2010 — 4 Comments

sandkasten

Wie bereits vor einiger Zeit geschrieben, überlege ich mir nebst dem «Tagesgeschäft» noch ein interessantes, bedeutendes, abgrenzbares, vielversprechendes Thema für meine Masterthesis. Dank Annabell und Martin komme ich meinem Wunschthema immer etwas näher.
In den diversen Gesprächen hat sich herauskristalisiert, dass mich (wahrscheinlich) folgende Fragen beschäftigen werden:

  • Sind LMS heute noch zeitgemäss? Wie es an anderer Stelle gerade diskutiert wird.
  • Was macht eine PLE aus?
  • Welche (Web-)Werkzeuge verwenden Lernende tatsächlich und in welchem Ausmass?
  • Welche Ansprüche stellen Lernende an Online-Angebote von Bildungsinstitutionen?
  • Gibt es eventuell etwas zwischen LMS und PLE oder eine Kombination davon? Stichwort: Social Learning Networks?
  • Vorschläge zur Gestaltung eines solchen «Gebildes»

facebook as LMS

Wenn ich mich umhöre/-schaue wie LMS genutzt werden, frage ich mich ist ein LMS noch das, was man heute in der (Präsenz-)Aus- und Weiterbildung einsetzen soll/will?
Es werden Termine abgesprochen, es werden Dokumente zum Download angeboten und evt. eingereicht, es wird Kommuniziert (meist asynchron). Wäre dafür ein Social Networking Dienst wie facebook nicht fast geeigneter?

Es wird von fast allen vielen Studierenden rege genutzt, verfügt über sogenannte Awareness-Tools, ist einfach zu bedienen, sieht ansprechend aus, bietet die Möglichkeit, abgeschlossene Gruppen oder Informationsseiten zu erstellen und kann mit Applikationen wie zum Beispiel social virtPresenter, box.net, Mediabird, UdutuTeach und UdutuLearn sowie anderen Web-2.0-Applikationen beliebig erweitert werden.
Die Lernenden haben die Inhalte so unabhängig der Zugehörigkeit zu einer Institution verfügbar und können ihre «Persönliche (Web-)Lernumgebung» selber gestalten und beliebig erweitern.
Meiner Ansicht nach gibt es einen Grund, welcher nach wie vor für LMS spricht: Die Vertrauenswürdigkeit der Betreiber Sozialer Netzwerke wie facebook. Allenfalls kann auch noch das Tracking von Lernaktivitäten angefügt werden – wie viele Leute diese Funktion (bei uns an der Hochschule) tatsächlich nutzen weiss ich nicht.

PLE vs. LMS

1. November 2009 — Leave a comment

Personal Learning Environment


Personal Learning Environment vs. Learning Management System

Um mir noch einmal im Klaren darüber zu werden, wo die Unterschiede zwischen LMS und PLE liegen, versuche ich zuerst beide aus meiner Sicht zu definieren. Dabei geholfen haben mir Kalz & Schaffter, Attwell, Kerres, Baumgartner und Schulmeister.

Wenn ich mich an Schulmeisters Präsentation auf der PLE-Tagung in Schwyz zurück erinnere gehören auch Bücher, mein Computer, mein Arbeitstisch, ja sogar die Bibliothek zu meiner persönlichen Lernumgebung, daraus könnte man jetzt schliessen, dass zu meinem LMS auch die die Studienadministration und das LMS der Online Campus oder das Learning Lab gehören.
Ich möchte an dieser Stelle aber bewusst auf die im Studienbrief erwähnten technischen Konzepte von LMS und PLE eingehen.

Definition LMS

Ein Learning Management System (LMS) …
… ist webbasiert
… dient der Bereitstellung von Lerninhalten
… dient der Organisation von Lernprozessen
… soll die Nutzenden unterstützen
… ist eine Schnittstelle zwischen Lernenden und Bildungsinstitution
… übernimmt Verwaltungsaufgaben
… ermöglicht eine Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden so wie zwischen Lernenden und Lernenden
… ermöglicht das Abfragen von Wissensstand und Lernfortschritt
… steht unter der Kontrolle der Bildungsinstitution
… ist “aus einem Guss”
… unterstützt zumeist das formelle Lernen

Definition PLE

Ein Personal Learning Environment (PLE) …
… ist nicht klar definiert
… wird als (technisches) Konzept einer individuell ausgestalteten Lernumgebung verstanden
… steht unter der Kontrolle der Lernenden
… umfasst auch Schreibtisch, Bücher, Bibliothek, Computer, Zeitschriften etc.
… dient dazu Wissen zu entwickeln und zu teilen
… besteht aus einer Verknüpfung von verschiedenen Web-Services oder Social-Software
… unterstützt zumeist das informelle Lernen
… bietet Lernenden die Möglichkeit, verteilte Online-Informationen und -Ressourcen integrieren zu können
… bietet Lernenden die Möglichkeit, die gesammelten und erzeugten Produkte anderen zur Verfügung zu stellen
… dienen der Informationssuche  – Atwell et. al
… dienen dem Sammeln und Strukturieren von Lerninhalten/Wissen
… dienen dem Bearbeiten und Analysieren von Lerninhalten/Wissen
… dienen der Reflexion von Lerninhalten/Wissen *
… dienen dem Präsentieren und Repräsentieren von Ergebnissen/Wissen *
… dienen dem Teilen von gewonnenem Wissen *
… dienen dem Vernetzen mit anderen Personen (Wissensträgern) *

* Da erschliesst sich mir der Unterschied zu einem ePortfolio noch nicht ganz, vielleicht könnte aber das ePortfolio ein Teil einer PLE sein.

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moodle2.0

Moodle 2.0 nähert sich der Fertigstellung und soll noch dieses Jahr als Beta-Version vorliegen. Zeit, sich mal die neuen Features anzuschauen und sich Gedanken zu machen. Dabei bin ich via edublog.ch auf das folgende Video gestossen, in welchem schon erste neue Features vorgestellt wurden.

Leider verhindert mein Hosting-Anbieter / PHP 5.2.6, dass ich eine erste Alpha-Version bereits selber testen kann. Die Feature-Liste sieht aber sehr vielversprechend aus. Hinter Ausdrücken wie «Repository API» und «Portfolio API» verbergen sich spektakuläre Neuerungen. Moodle öffnet sich für andere Plattformen. So soll es mit der neuen Version möglich sein, Inhalte aus sogenannten (externen) Repositories (z.B. GoogleDocs, Flickr) übernehmen zu können und im Gegenzug Inhalte aus Moodle zu anderen Diensten (z.B. der Portfoliosoftware Mahara) übergeben zu können. Diese «Öffnung» ist meines Erachtens ein grosser Schritt in Richtung Moodle als «Hafen» wie es René Scheppler in seinem Blog bezeichnet und scheint in jene Richtung zu gehen, welche sich Prof. Kerres. Die Lernenden haben ein LMS, welches zulässt, dass externe Materialien verwendet werden,  kann so Bestandteil der Persönlichen Lernumgebung werden.

pl09

Weitere Features, welche mir gerade aufgefallen sind:

  • beutzerfreundlicheres Userinterface
  • besserer Umgang mit RSS-Feeds
  • Neues Blog-Modul mit Kommentarfunktion (externe Blogs einbinden?)
  • Tagging
  • bedingte Links (wenn-dann)
  • neues Wiki-Modul
  • besser strukturierte Dateiverwaltung

und wohl noch einiges mehr. Der Erscheinungstermin wird im Moment mit Anfangs 2010 angegeben.

Noserub

25. Oktober 2009 — 1 Comment

noserublogo

In letzter Zeit überlege ich mir des öfteren, ob es wirklich sinnvoll ist, Google, Facebook und all den anderen meine Daten zu überlassen. Schliesslich möchte ich ja nicht als «erster gläserner Digital Native» Schlagzeilen machen, weil plötzlich durch unglückliche Umstände so viel im Internet publik ist, dass jemand fremdes in meine Rolle schlüpft oder sonst irgendwas mit meinen Daten tut …

Alle, die mich kennen wissen, wie sehr ich Googles Dienste, Facebook, Twitter und alles was es da so gibt sehr schätze und viele wissen auch, dass ich so gut wie nie eine AGB von Anfang bis zum Schluss durchlese -ja ich weiss, das soll man nicht tun … aber …
All die Dienstleistungen sind nämlich ganz und gar nicht gratis, eigentlich bezahlen wir einen recht hohen Preis: XING will 6 CHF pro Monat für seine Premium-Dienste, Googles Dienste kosten für Unternehmen 50 US$ pro Person und Jahr … so kann sich jede/r selbst mal überlegen, welchen Wert in Geldeinheiten seine diversen Accounts haben … und nicht vergessen, der ideelle Wert ist da noch nicht eingerechnet!

Und genau da sind wir beim Thema, welches NoseRub aufgreift. Es wäre doch eigentlich schön, wenn all meine Daten bei mir gespeichert wären und ich entscheiden könnte, welche Daten ich an welche Dienste übergebe (leihweise versteht sich). Facebook & Co würden also nur noch als Aggregatoren fungieren.

NoseRub hat solche Pläne, ob es funktioniert werden wir dereinst sehen, im Moment bietet es aber genau die umgekehrte Möglichkeit, Daten aus unterschiedlichsten Quellen an einem Ort anzuzeigen. Die Daten sind immer noch irgendwo in der «Wolke» aber sie werden alle an einem Ort angezeigt (das Konzept ist nicht unbekannt – FriendFeed).

Diese Tatsache könnte man sich doch zu Nutze machen um alle Spuren (Tweets, delicious-Bookmarks, Facebook-Einträge, Blogartikel etc.) eines Teams im Internet zusammenzutragen und so eine Art Wissensmanagement zu betreiben …

noserub 0.9

Die nächste Version von NoseRub soll ausserdem viele neue Features bringen, welche sehr interessante Perspektiven eröffnen (Medienprojekt?). Nebst einem neuen Erscheinungsbild soll die Möglichkeit gegeben sein Gruppen beitreten zu können und (statische) Seiten zu erstellen. Wenn die Entwickler dann noch all meine Featurerequests eingepflegt haben ist das wirklich fast eine «eierlegende Wollmilchsau» :

  • Integration von GoolgeDocs und txtr.com
  • Integration von Google Reader
  • tagging – Tags von den verschiedenen Info-Blöcken sollten mitaggregiert und dargestellt werden
  • erweiterte Profileinstellungen (Vergabe von durchsuchbaren Stichworten/Tags)

social virtPresenter

19. September 2009 — Leave a comment

social virtpresenter

Eben bin ich bei meinem täglichen Streifzug über facebook auf social virtPresenter gestosssen. Da wurde ein erster Schritt in Richtung facebook als (Persönliche) Lernumgebung gemacht. Eine Uni hat nun die Möglichkeit, anstatt einer eigenen Plattform zur Vernetzung der Studierenden und der Bereitstellung von Vorlesungsaufzeichnungen aufzubauen, facebook als Schnittstelle zu verwenden.
Social virtPresenter ist eine Weiterentwicklung des Open Source Werkzeuges virtPresenter Framework. Die Entwickler planen aktuell eine Anpassung an die OpenSocial Schnittstelle, um eine Integration in andere Soziale Netzwerke zu ermöglichen.
Im Moment gibt es noch nicht so viele Aufzeichnungen, welche bereitstehen, ich werde das aber im Auge behalten …