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qualität

«Ein schlechtes Lernprogramm kann in bestimmten Lernkontexten ganz wesentlich zu Lernerfolgen beitragen und in anderen Situationen kann ein „gutes“ Medium versagen.»

Mit diesem Statement von M.Kerres ist eigentlich schon alles gesagt. Es gibt nicht DAS gute Lernmedium und nicht DIE Qualitätskriterien. Es ist also die Situation, nicht das Medium und schon gar nicht die mediale Umsetzung, welche entscheidend sind.

Und doch, was macht eigentlich ein «gutes» Lernmedium aus? Es gibt reihenweise Gütesiegel, Kriterienraster und Wettbewerbe … also muss es doch möglich sein digitale Lerninhalte irgendwie zu bewerten.

Meinen Versuch durfte ich heute an der #Kadervernetzung2013 (FL und ostschweizer Kantone) vorstellen.

appstoreschule

Vielen Leuten, mit welchen ich zu tun habe – insbesondere jene, welche mit Inhalten Geld verdienen wollen, wie Verlage – ist die 30/70-Regel von Apple ein Dorn im Auge. Persönlich finde ich die Entschädigung für die Nutzung der bereitgestellten Infrastruktur gerechtfertigt, denn sie ist nach meinem Empfinden auch wirklich gut. Dass die netten Statistikanzeigen auf dem IE nicht funktionieren, stört mich persönlich auch nicht, es ist aber manchmal schwierig, dies einem Kunden darzulegen. Etwas, was mich deutlich mehr stört, ist die Intransparenz, sobald eine App mal im App Store ist. Nach welchen Kriterien erscheint eine App in einer Rangliste, welche Kriterien muss eine App erfüllen um gefeatured zu werden?

matheappstore-2

Speziell auf die Bildungs-Apps habe ich ein Augenmerk geworfen und beobachte die Entwicklungen. Ohne detaillierte Verkaufs-/Downloadzahlen der einzelnen Apps zu kennen, konnte ich bis jetzt keine verlässlichen Kriterien ausmachen. Dennoch glaube ich einige Punkte identifiziert zu haben, welche zumindest förderlich für ein solches Vorhaben sind (und meine Internetrecherche bestätigt das soweit):

  • schönes Logo, Eyecatcher macht sich gut auf der Startseite
  • gute Beschreibung, unsachverständige Reviewer lassen sich täuschen
  • nette Screenshots, gute Werbemittel (für Apple)
  • Preis, daran verdient auch Apple etwas

Die inhaltliche Qualität scheint leider keines eher ein zweitranggies Kriterium zu sein. Viele der dargebotenen Apps sind zwar schön gemacht, weisen aber inhaltliche Mängel auf. Ein Beispiel, welches ich hier gerne anführe ist die App «Schreiben» von Montessorium LLC. Diese möchte Kinder beim korrekten Erlernen von Schreibabläufen unterstützen – das kann aber in dieser Form nur bedingt eingelöst werden. Gefeatured wurde die App aber schon mehrmals.

Weitere Apps lassen einen (sinnvollen) didaktischen Aufbau vermissen und letztlich scheint auch dies zentral in Amerika gesteuert zu werden.
Während bei den Apps (Best of 2012) eine Sektion «Das Beste aus der Schweiz» geführt wird, scheint die Kategorie «Bildung» keine spezifische Anpassung auf die Schweiz statt zu finden, auch wenn da ab und zu Apps des h.e.p.-Verlags auftauchen.

 

Fehlkäufe

22. Juni 2012 — Leave a comment

 

In meinem Bestreben meinen Workflow und das persönliche Termin/Task-Management stetig zu optimieren werde ich immer wieder in Versuchung geführt im App Store irgendwelche Helferlein zu kaufen, welche mir versprechen mir dabei zu helfen. Letzthin wieder geschehen mit SmartDay und SmartTime / SmartCal von Left Coast Logic, welche viel versprachen aber sowohl was das User Interface als auch die Integration in meinen Workflow betrifft nicht alle Versprechen einlösen konnten.

Auch in anderen Kontexten habe ich schon Frustkäufe Fehlkäufe getätigt – was bei einem Einkaufsvolumen von X CHF seit 2005 (Gibt es eigentlich einen einfachen automatisierten Weg die Gesamtausgaben oder den aktuellen Wert aller Apps zu errechnen?) auch nicht verwunderlich ist. Es ist nicht so, dass ich auf anderen Kanälen nicht auch ab und an Misserfolge verbuchen muss bei der Artikelwahl, doch diese konnte ich schlussendlich jeweils wieder ihrer Bestimmung zuführen … sei es durch Verkauf, Verschenken oder in die Wildnis entlassen.
Aber was mache ich mit Apps, welche ich kaufe und kurz danach (oder auch nach längerer Zeit) feststellen muss, dass sie nicht (mehr) meinen Erwartungen entsprechen?
Apple sieht meines Wissens kein Rückgabe- oder Widerrufsrecht vor aber auch weiterverkaufen oder verschenken geht nicht.

Zukunftsmusik?

11. Oktober 2010 — Leave a comment


pda

Leider konnte ich am abschliessenden Gruppentreffen nicht teilnehmen, umso neugieriger war ich auf das Ergebnis meiner Mitstudierenden. Gleich vorneweg, ich bin beeindruckt … die Lösung, für welche sich unsere Gruppe entschieden hat finde ich sehr gut.

Es war schön, wenn auch wahrscheinlich nicht wirklich praxisnah, dass Geld im «Überfluss»  zur Verfügung stand und wir unseren Fantasien freien Lauf lassen konnten. Sehr toll finde ich die Idee, dass die Inhalte den Mitarbeitenden zur Verfügung stehen, und auf persönlichen mobilen Geräten abgespielt werden können.

Es gibt zwei kleine Kritikpunkte,  die aber eher als Fragen aus meiner Sicht darstellen, als Kritik am Szenario. Erstens frage ich mich, weshalb den Mitarbeitenden PDAs und warum nur zwei zur Verfügung gestellt werden. Wenn ich pro Filiale Lern- und Arbeitsstationen vorsehen würde, wären das wahrscheinlich «richtige» Computer mit einem grossen Bildschirm und einer Tastatur. Wenn ich auf PDAs setzen würde (was ja heute mit iPhone und iPad und den Konkurrenzprodukten immer interessanter wird), wäre ich bestrebt jedem Mitarbeitenden möglichst ein persönliches Gerät zur Verfügung zu stellen.

Zweitens habe ich mir die Frage gestellt, ob es motivierend ist, mit einem Negativ-Beispiel zu starten, wird den Lernenden dadurch nicht vermittelt, dass ihre Beratungen allgemein eher schlecht sind? Wir alle korrigieren und kritisieren ja gerne, von daher könnte es aber auch motivierend wirken, wenn man zu Beginn gleich mal Fehler suchen darf.

ilearnit 2

Im Jahr der Informatik (2008) wurde iLearnIT von der PHZ lanciert – nach lerntagebuch.ch schon wieder ein innovatives Produkt der PHZ, welches ICT und die Grundprinzipien der Informatik in die Volksschule bringen will. Doch seit Anfang kommt das Projekt nicht so recht aus den Startlöchern – von 12 geplanten Einheiten sind 2 veröffentlicht. Auch das Forum hat seit fast einem halben Jahr keinen neuen Eintrag mehr erfahren …

Ähnlich wie auf dem Bild ist wohl das «entwickeln» eines Weges schwieriger als gedacht – oder die Wirtschaftskrise hat ihre Krallen ausgestreckt.

Wird das Projekt noch weiter verfolgt oder ist es gestorben?

nnw

Endlich ist es soweit, NetNewsWire – welches auf dem Mac mein bevorzugter RSS-Reader [1] – synchronisiert nun mit Google Reader, meinem bevorzugten Online-RSS-Reader. So bleibe ich nun immer aktuell und muss mich nicht x-Mal durch die selben Newsmeldungen kämpfen.
Im Blog des NNW-Entwicklers kann die aktuelle Betaversion heruntergeladen werden und in nächster Zeit sollen auch News zur Version 4.0 erscheinen.

[1]Auf dem iPhone finde ich es weniger gut und vertraue stattdessen auf Byline

Eben bin ich via KDE.news auf einen sehr interessanten Beitrag gestossen: Den «sozialen Desktop». Scheinbar soll bei den kommenden Versionen von KDE 4.x eine Komponente zur Verfügung stehen, welche ein socialnetworking ohne zusätzliches Portal ermöglicht.

The concept behind the Social Desktop is to bring the power of online communities and group collaboration to desktop applications and the desktop shell itself.

Ich bin ein bisschen konfus … bis jetzt sprachen immer alle davon (und Google arbeitet mit Chrome OS darauf hin), dass alle Applikationen ins Internet abwandern und nun will die KDE-Community wieder Boden gut machen und den Trend der «sozialen Vernetzung» ins Betriebssystem integrieren.

Social Desktop

Im folgenden einige Ideen der Entwickler, welche auch einen Wettbewerb lanciert um möglichst viele und coole Dienste zu finden.

  • News – personalisierte RSS-Feeds
  • User-Gruppen – nach Ort, nach Präferenzen, nach Wissen gebündelt
  • Aktivitäten – Statusmeldungen von Freunden
  • Events – nach Ort, Nach Präferenz präsentiert
  • Knowledgbase-Modul – User mit der selben Hardware oder mit dem selben Problem

Ich werde «social desktop» im Auge behalten, einerseits im Hinblick auf das lernstick-Projekt, andererseits auch auf eine Idee, welche mir schon länger im Kopf herum schwebt…

Mein PLE I

22. Juli 2009 — Leave a comment

PLE

Es ist schon eine Zeit her, seit die PLE-Tagung das Thema Personal Learning Environments aufgegriffen hat. Seither habe ich mir immer wieder überlegt, wie mein PLE aussieht und ob ich das einmal abbilden könnte, doch mehrere Versuche sind gescheitert.

Nun habe ich durch eine Lernaufgabe zum Thema Online-Kommunikation inspiriert, versucht zumindest einmal einen (“fast nur Online”-)Teil meines PLE abzubilden. Ich hoffe, dies in Zukunft noch etwas erweitern und präzisieren zu können.

Ordnung schaffen

10. Juni 2009 — Leave a comment

Things for iPhone and iPod touch | Cultured Code

Via twitter bin ich auf folgende Aktion des Devblogger Blogs gestossen. Diese Verlosen unter allen Kommentierenden und Trackbackenden 2 Lizenzen der schön gemachten Applikation «Things» von CulturedCode. Es geht mir aber nicht unbedingt um die Schönheit – auch wenn ein schönes und übersichtliches UI und gute Bedienbarkeit den Kaufanreiz (zumindest für mich) erhöhen. Schon seit längerem ewig versuche meinen Tasks mit verschiedensten Systemen gerecht zu werden schaffe ich es nicht wirklich. Einerseits verkleben unzählige Post-it-Zettelchen in allen Farben meinen Bildschirm, so dass ich schon fast nichts mehr sehe. Andererseits führe ich für jedes Arbeitsfeld noch eine Todoliste auf Papier und immer wieder versuche ich mit technischen Mitteln wie Remember The Milk, iCal etc. meine Aufgaben zu verwalten – mit mässigem Erfolg und viel Mühe. Da Things nach dem GTD Modell arbeitet und ich schon lange ein Buch zu diesem Thema auf meinem Nachttisch liegen habe, muss ich diese Applikation einfach gewinnen!