
Computer nehmen mein Leben immer mehr in Beschlag … das Handy ist jetzt ein Computer (iPhone), das Auto besteht bald mehr aus Elektronik als aus Blech, ToDo-Listen schreibe ich schon lange elektronisch, Briefe nur noch ganz selten und jetzt habe ich mir auch noch in den Kopf gesetzt meine Schlafphasen respektive den Aufwachprozess zu optimieren. Dazu konnte ich zwei Geräte testen. Einerseits den aXbo Duo Schlafphasenwecker für 2 Personen und das Wake-up Light mit iPhone Dockingstation von Philips.
Ersterer basiert auf den individuellen Schlafzyklen jedes Nutzers. Während der Nacht durchlaufen wir unterschiedliche Phasen des Tiefschlafs, Leichtschlafs und REM-Phasen. Der aXbo Schlafphasenwecker misst mit Hilfe eines ums Handgelenk geschnallten Sensors die Bewegungen des Schlafenden und versucht so die unterschiedlichen Phasen zu identifizieren und just in den Übergängen zu wecken. Da sich die Schlafphasen nicht wirklich nach der Weckzeit richten hatte dies zur Folge, dass ich des öfteren bereits 15 – 30 Minuten vor meiner eigentlichen Weckzeit geweckt wurde. Das soll so sein, denn der Wecker will ja nicht, dass wir wieder für 90 – 120 Minuten in Tiefschlaf fallen und aus unseren Träumen gerissen werden.
Das zweite Modell will gar nicht herausfinden, wann der richtige Weckzeitpunkt ist sondern beschränkt sich auf eine möglichst angenehme Weckart. Schon Minuten vor der Weckzeit beginnt die Lampe einen Sonnenaufgang zu simulieren. Durch das Licht soll der hormonell gesteuerte Tag-Nacht-Rythmus beeinflusst und das Aufstehen somit erleichtert werden.
Beide Geräte haben unterschiedliche Weck-Klänge zur Verfügung – so kann man sich mit Grillengezirpe, Vogelgezwitscher oder shpährischen Klängen wecken lassen. Das Wake-up Light verfügt ausserdem über einen Radio und ein optionales iPhone-Dock, so dass man sich auch mit Radio oder Lieblingsmusik wecken lassen kann. Für Leute, welche in der Nacht jeglichen Strom aus ihrem Schlafzimmer verbannen (Netzfreischaltung) bietet der aXbo einen Akkubetrieb von bis zu 10 Stunden.
Die Bedienung beider Geräte ist recht einfach (mehr oder weniger eine Ein-Tasten-Bedienung), der aXbo-Wecker bietet ausserdem die Möglichkeit die aufgezeichneten Daten am Computer auszuwerten. Dazu lädt man von der Webseite des Herstellers eine Software und verbindet den Wecker per USB mit dem Rechner.
Designtechnisch steht das Wake-up Light dem Gewinner des reddot Awards in nichts nach. Beide Wecker sind auf dem Nachttisch schön anzusehen.
Ich kann bereits jetzt verraten, ein Gerät steht bei mir nun dauerhaft auf dem Nachttisch. Für den Entscheid für das Wake-up Light von Philips gab es unterschiedliche Gründe. Der Fremdkörper «Frottée-Armband» war mir im Schlaf egal, doch wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Schlafphasenwecker jedesmal wenn meine Frau eine Dreiviertelstunde vor mir das Bett verlassen – und sich gezwungenermassen bewegt hat – «Angst gekriegte» und mich bei der nächsten Gelegenheit geweckt hat – was des öfteren mal ausserhalb der 15 – 30 Minuten war. Auch das Ausrüsten der Frau mit dem zweiten Sensor brachte da keine Änderung. Da bei mir eh schon lange eine Nachttischlampe zum Lesen fällig war, ich das Aufstehen mit Sonnenaufgang schätze und gleichzeitig noch mein iPhone laden kann fiel die Entscheidung nicht mehr schwer.
Ob ich mit dem einen oder andern besser, einfacher, leichter, erholter aufgestanden bin kann ich nicht wirklich beurteilen … irgendwie hängt das bei mir sehr von der Tagesform ab.